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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wer hilft dem Alkoholiker?


Autor/in:

Brammer, H.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Personal, 1989, 41. Jahrgang (Heft 6), Seite 235-237, Düsseldorf: Verlagsgruppe Handelsblatt, ISSN: 0031-5605


Jahr:

1989



Abstract:


Der Autor zeigt eine Behandlungsmethode für alkoholabhängige Menschen auf. Alkoholismus ist Ausdruck einer Dysbalance zwischen einwirkenden Belastungen und der Belastungsfähigkeit, der Alkoholkranke befindet sich in einem Zustand der Orientierungslosigkeit der Gesamtpersönlichkeit.

Der Helfer, der sich anschickt, den Suchtkranken mit einer Therapie zu behandeln, muss dabei eine wichtige Voraussetzung erfüllen: er muss in der Lage sein, seine eigenen Probleme zu lösen, um so eine Vorbildfunktion ausüben zu können.

Wichtig ist ferner, dem Alkoholkranken mit Verständnis und Einfühlungsvermögen zu begegnen (wodurch eine Vertrauensbasis geschaffen werden kann) und nicht etwa, ihn zu entmündigen; das Verantwortungsbewusstsein muss geweckt werden und in Gesprächen muss der Alkoholkranke lernen, eigene Schwächen zu erkennen und als solche zu akzeptieren und sie nicht etwa 'wegzutrinken'.

Behandlungsmethoden, die auf einem solchen partnerschaftlichen Konzept aufbauen, verzeichnen die geringsten Rückfallquoten - zum Beispiel die Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker.

Das Behandlungskonzept stützt sich auf die medizinische Therapie, die Gesprächstherapie und den Besuch von Selbsthilfegruppen, die eine Neuorientierung der Gesamtpersönlichkeit bewirken.

Angesichts der hohen Kosten, die Alkoholismus im Betrieb verursachen kann, empfiehlt sich für den Unternehmer die Einrichtung von Präventionsprogrammen; auch von betrieblicher Seite aus sollte dem Alkoholiker mit Verständnis und Nachsicht begegnet werden - eine wirkungsvolle Therapie kann kostenmäßig sehr viel billiger sein als die Entlassung des Betreffenden und die Neueinstellung und Einarbeitung eines anderen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Arbeitsplatzgestaltung bei Alkoholabhängigkeit | REHADAT-Gute Praxis
Anonyme Alkoholiker | REHADAT-Angebote und Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


PERSONAL (ab Heft 10/2011: PERSONALquarterly)
Homepage: https://www.haufe.de/personal/zeitschrift/personalquarterly/...

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Referenznummer:

R/ZA2091


Informationsstand: 15.04.1991

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