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Bibliographische Angaben zur Publikation

Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) in der gesetzlichen Unfallversicherung

Aktuelle Diskussion und Ergebnisse aus der MdE-Expertengruppe



Autor/in:

Wich, Michael; Scholtysik, Dirk


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Trauma und Berufskrankheit, 2021, Volume 21 (Supplement 1), Seite 162-168, Heidelberg: Springer, ISSN: 1436-6274 (Print); 1436-6282 (Online)


Jahr:

2021



Abstract:


Die Expertengruppe unter der Schirmherrschaft der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) hat die MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit)-Werte nach Gliedmaßenverlusten in einem interdisziplinären methodischen Ansatz umfassend, systematisch und wissenschaftlich überprüft. Grundlage der neuen Vorschläge sind die Gesundheits- bzw. Funktionsstörungen in Anlehnung an die ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) und die sich daraus ergebende Einteilung in vergleichbare Funktionsstörungsklassen.

Untersucht wurde, von welchen Einschränkungen am Arbeitsmarkt für Versicherte mit unfallbedingten Funktionseinschränkungen heute auszugehen ist. Dazu wurden eine rehabilitationswissenschaftliche Literaturrecherche und eine Befragung der maßgeblichen arbeitswissenschaftlichen Institute der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

Im Ergebnis konnten daraus jedoch keine validen Arbeitsmarktdaten zu verschlossenen Beschäftigungsmöglichkeiten generiert werden. Um ihrem Auftrag und den Anforderungen des § 56 Absatz 2 Satz 1 SGB (Sozialgesetzbuch) VII unter den gegebenen Umständen gerecht zu werden, hat die multiprofessionell zusammengesetzte Expertengruppe ihr vielfältiges Fachwissen über Funktionsstörungen und deren Auswirkungen im Erwerbsleben zugrunde gelegt und darauf aufbauend neue MdE-Eckwerte konsentiert, die jeweils differenziert hergeleitet und begründet wurden.

Die Vorschläge der Expertengruppe sollen zu einem gesellschaftlich, juristisch und sozialverträglichen Konsens führen und damit auch gewährleisten, dass die Unfallrente (MdE) auch zukünftig ihrer wichtigen Rolle als sozialem Befriedungsfaktor gerecht wird.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Reduction in earning capacity (MdE) in the German statutory accident insurance

State of current discussion and results of the expert group

Abstract:


The expert group under the auspices of the German statutory accident insurance (DGUV) comprehensively, systematically and scientifically analyzed reduction in earning capacity (MdE) values for limb loss in an interdisciplinary methodological approach to review their relevance. The basis for the proposals of new MdE values is the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) related health and functional disorders that resulted in a grouping of comparable handicaps.

The study examined which limitations on the labor market can be assumed today for insured patients with specific accident-related functional restrictions. For this purpose, a scientific literature search and a survey of the relevant occupational science institutes of the Federal Republic of Germany were carried out.

As a result, however, it was not possible to generate valid labor market data on employment opportunities related to specific physical disorders. In order to fulfill the mandate and the requirements of § 56 (2) sentence 1 of the Social Security Statutes VII (SGB VII) under the given circumstances, the multiprofessional group of experts applied its interdisciplinary knowledge on dysfunctions and effects on working world and developed new MdE benchmarks, which were each derived, differentiated and justified.

The proposals of the expert group should lead to a socially, legally and politically acceptable consensus and thus guarantee that the accident benefits based on the MdE will continue to fulfill their important role as a factor for social satisfaction.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Trauma und Berufskrankheit
Homepage: https://link.springer.com/journal/10039

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0012/0050


Informationsstand: 13.07.2021

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