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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit

Eine Expertise im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (DGRW e.V.)



Autor/in:

Wenzel, Tobias; Morfeld, Matthias


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Eigenverlag, Online-Ressource, 2015


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu der Expertise (PDF, 1 MB).


Abstract:


Rehabilitationseinrichtung
RPK
InternatonalLK
LTA
Frühförderung
Eingliederungshilfe
ozialhilfe
Pflege
Gesundheitsberichterstattung
Empfehlung

Hauptziel der Expertise ist es, einen strategischen Rahmen für den Vorstand der DGRW zur Unterstützung einer stärkeren Nutzung der ICF zu erstellen. Als Grundlage für diese Empfehlungen findet eine umfassende Aufarbeitung der Entwicklung und Nutzung der ICF in verschiedenen Teilbereichen von Gesundheit und Rehabilitation, Teilhabe und Gesundheitsberichterstattung, Kinder/Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen statt. Dies wurde auf Basis von offizieller und grauer Literatur, Forschungsberichten, Webdarstellungen und persönlichen Mitteilungen durchgeführt.

Die Expertise gliedert sich wie folgt:
Ausgehend von der theoretischen Konzeption der ICF und der Problematik bzgl. der Personbezogenen Faktoren werden Zugänge vorgestellt, wie sich verschiedene Möglichkeiten einer praktischen Nutzung der ICF international und national darstellen. Diese beziehen sich auf das Linkage, ICF-basierte Fragebögen (am Beispiel des MOSES und des MINI-ICF) sowie computeradaptierte Assessmentverfahren (am Beispiel RehaCat) und Core Sets.

Der ICF-Nutzungsbereich der medizinischen Rehabilitation ist entsprechend indikationsspezifisch aufbereitet und ausgehend von übergreifenden Vorbemerkungen (einheitliche Sprache, Therapiezielvereinbarungen, Shared Decicion Making (SDM), Planung, Beschreibung und Evaluation rehabilitativer Leistungen), die Indikationsbereiche Neurologie, Orthopädie, Kardiologie, Onkologie sowie Abhängigkeitserkrankungen entsprechend bearbeitet. Der Bereich der Unfallverletzungen, bzw. der Rehabilitation nach Unfallverletzungen wurde in dieses Teilkapitel integriert.

Das 3. Kapitel der hier vorgelegten Expertise beschäftigt sich umfassend mit der Nutzung der ICF im Bereich der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Berufliche Rehabilitation). Der Einstieg zu diesem Kapitel wurde entsprechend eines 2007 vorgelegten Positionspapiers der DVfR gewählt. Hier werden konkrete Anwendungsfelder genannt, die als Orientierungsrahmen gelten. Zusätzlich sind aktuelle Publikationen aus dem Bereich der Beruflichen Rehabilitation sowie von Ergebnissen einer breit angelegten Machbarkeitsstudie dokumentiert worden, die unter Leitung der BAR und Finanzierung durch das BMAS von 2012-2014 durchgeführt wurde und den Nutzungs- und Bekanntheitsgrad bei Leistungserbringern und -trägern analysiert hat. Die sich daran anschließende interne Gliederung richtet sich dann nach den in § 35 SGB IX benannten Leistungserbringertypen. In diesem Berichtsteil werden die Aktivitäten bzgl. einer ICF-Nutzung dieser Einrichtungen vorgestellt: Berufsbildungswerke, Berufsförderungswerke, Werkstätten (WfbM), sowie Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen wie Berufstrainingszentren (BTZ) und RPK-Einrichtungen. Das Kapitel wird abgerundet mit einem Ausblick auf internationale Entwicklungen bzgl. einer Nutzung der ICF in der beruflichen Rehabilitation.

Das 4. Kapitel setzt sich intensiv mit dem Bereich der ICF-Nutzung im Bereich Kinder und Jugendliche auseinander. Hier ist vor einigen Jahren (2011) die deutschsprachige Ausgabe der ICF-CY (ICF-Children and Youth) erschienen. Deren Nutzung in Deutschland ist bisher eher selten vorfindlich, doch weisen entsprechende Instrumente in der Schweiz auf ein erhebliches Potential hin. Hier sei erwähnt, dass es in Deutschland bereits Anwenderkonferenzen zur ICF-CY gibt. Die Reform der Eingliederungshilfe als Teilbereich des SGB XII wird aktuell politisch diskutiert und die Formulierung eines Bundesteilhabe-Gesetzes steht bevor. Im Rahmen der entsprechenden Konsultationen ist der ICF-Orientierung eines bundeseinheitlichen Verfahrens zur Bedarfsermittlung hoher Stellenwert eingeräumt worden.

Von daher wurde dieser Bereich in einem 5. Kapitel gesondert bearbeitet und bisherige Nutzungs-Modelle der ICF betrachtet. Die Nutzung der ICF im Bereich Pflege und Geriatrie ist bisher als eher wenig ausgeprägt zu bezeichnen. Trotzdem finden sich einige interessante Hinweise auf die ICF-Nutzung in diesem Bereich, so dass hierauf ein eigenes Kapitel verwendet wurde. Ein eher umfassender Bereich betrifft die Gesundheitsberichterstattung, die als Teilhabeberichterstattung in Deutschland seit einigen Jahren einen neuen Weg eingeschlagen hat. In diesem Teilkapitel haben werden internationale Entwicklungen aufgegriffen und untersucht, welchen Nutzen die ICF hier beitragen kann.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8715


Informationsstand: 26.04.2018

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