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Bibliographische Angaben zur Publikation

Work Ability und vorzeitiger Erwerbsausstieg

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Bethge, Matthias; Spanier, Katja; Peters, Elke [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 219-221


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF | 12 MB)


Abstract:


Um den vorzeitigen Erwerbsausstieg aufgrund eingeschränkter Arbeitsfähigkeit zu vermeiden, haben Ilmarinen und andere ein Monitoring der Arbeitsfähigkeit vorgeschlagen. Zur Bewertung der Arbeitsfähigkeit haben sie den Work Ability Index (WAI) entwickelt. Bei stark eingeschränkter Arbeitsfähigkeit wird der Zugang zu rehabilitativen Leistungen empfohlen. Dies entspricht dem Grundsatz 'Rehabilitation vor Rente', dem auch unsere rehabilitative Versorgung folgt. Die Analysen sollten klären, ob der WAI bei Personen mit vorherigem Krankengeldbezug einen vorzeitigen Erwerbsausstieg vorhersagen kann. Untersucht wurde auch, ob und wann die Vorhersagewerte den Zugang zu rehabilitativen Leistungen legitimieren könnten. Zudem wurde geprüft, inwiefern der WAI beantragte und bewilligte medizinische Rehabilitationsleistungen erklärt. Die Daten wurden im 'Dritten Sozialmedizinischen Panel für Erwerbspersonen' erhoben. Die 2013 erstmalig befragte Stichprobe umfasste 40- bis 54-jährige Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund mit Krankengeldbezug in 2012.

Geringe Werte auf dem WAI sind, insbesondere bei Personen ab 45 Jahren, ein möglicher Indikator für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben innerhalb der folgenden vier Jahre. Beantragte und bewilligte Rehabilitationsleistungen sind in dieser Gruppe häufig, allerdings ist der Zusammenhang zwischen WAI und Rehabilitation schwächer als der zwischen WAI und Erwerbsausstieg. Ein reguläres Screening auf Rehabilitationsbedarf mit dem WAI dürfte vor dem 45. Lebensjahr aufgrund der vielen Falsch-Positiven-Befunde wenig sinnvoll sein. Auch nach dem 45. Lebensjahr bedürfen schlechte Werte auf dem WAI einer möglichst multiprofessionellen Abklärung. Medizinische Rehabilitation kann dann eine mögliche Handlungsoption unter anderen sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: http://forschung.deutsche-rentenversicherung.de/ForschPortal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784652


Informationsstand: 18.05.2018

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