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Bibliographische Angaben zur Publikation

Geschäftsbericht 2014/15

Zahlen - Daten - Fakten zur Arbeit des Integrationsamtes



Sammelwerk / Reihe:

KVJS-Geschäftsberichte


Autor/in:

Deusch, Berthold; Karcher, Hans-Peter; Ernst, Karl-Friedrich [u. a.]


Herausgeber/in:

KVJS-Integrationsamt


Quelle:

Stuttgart: Eigenverlag, 2015, 60 Seiten: PDF


Jahr:

2015



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Abstract:


Wie ist der aktuelle Stand bei der Ausgleichsabgabe? Was hat sich 2014 beim Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen getan? Das und noch mehr verrät der neue Geschäftsbericht des KVJS-Integrationsamtes. Er bietet Zahlen, Daten und Fakten zur Situation schwerbehinderter Berufstätiger in Baden-Württemberg.

Die Deutschen leben immer länger. Gleichzeitig werden immer weniger Menschen geboren. Die Zuwanderung ist zu gering, um die Lücke zu füllen, die durch zu wenige Geburten entsteht. Insgesamt wird sich das Verhältnis zwischen den potenziellen Empfängergruppen (unter 20-Jährige plus ab 65-Jährige) und der Bevölkerung im Erwerbsalter von 64 zu 100 im Jahr 2013 auf 93 bis 101 zu 100 erhöhen. Das tatsächliche Verhältnis wird davon abhängen, ob es einen moderaten Anstieg der Lebenserwartung und stärkere Zuwanderung gibt oder ob Deutschland mit einem starken Anstieg der Lebenserwartung und schwächerer Zuwanderung rechnen muss. Im Jahr 2060 werden deshalb im Extremfall 100 Erwerbstätige 101 Senioren und Kinder versorgen müssen. Zu diesem Ergebnis kommt die 13. Bevölkerungsvorausberechnung des Bundesamts für Statistik, die am 28. April 2015 vorgestellt wurde (www.destatis.de).

Die Entwicklungen berühren auch die Arbeit des KVJS-Integrationsamtes. Fakt ist, dass mit höherem Alter die Zahl der anerkannt schwerbehinderten Menschen in Unternehmen steigt. Die demographische Entwicklung führt auch dazu, dass der Bedarf an Unterstützung durch Leistungen des Integrationsamtes steigen wird. Das betrifft vor allem die begleitenden Hilfen im Arbeitsleben. Diese finanzieren sich ausschließlich aus der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Diese bezahlen Arbeitgeber, die nicht im gesetzlich vorgeschrieben Maß schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Die Auswirkungen der Demografie auf die Ausgleichsabgabe sind nicht abschätzbar. Steigt die Zahl der anerkannt schwerbehinderten Menschen, steigt die Beschäftigungsquote und die Zahlungen an Ausgleichsabgabe gehen zurück. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Leistungen des Integrationsamtes.

Stellt also die demografische Entwicklung langfristig das System der Ausgleichsabgabe auf den Prüfstand? - Eine offene Frage und eine schwierige Herausforderung für die Zukunft, die nur von allen Akteuren gemeinsam gelöst werden kann. Informieren Sie sich in diesem Geschäftsbericht über die Zusammenhänge und die Aktivitäten des KVJS-Integrationsamtes. Das Redaktionsteam wünscht eine anregende Lektüre.

[Aus: Vorwort der Herausgeber]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)
KVJS-Integrationsamt
Homepage: https://www.kvjs.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV447111


Informationsstand: 19.09.2017

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