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Bibliographische Angaben zur Publikation

Randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie zum Vergleich von kohlenhydratreduzierter mit leitliniengemäßer Ernährung in der Therapie des Typ-2-Diabetes

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Karoff, Jan; Kittel, Jörg; Wagner, A. M. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 271-273


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF | 5 MB)


Abstract:


Seit Jahren wächst die Prävalenz des Typ-2-Diabetes. Zur Optimierung der Verlaufsprognose hat insbesondere die glykämische Einstellung große Bedeutung. Ernährungsstudien an Nicht-Diabetikern haben wiederholt Hinweise auf günstige Effekte unter kohlenhydratreduzierten Kostformen mit erhöhten Fett- und Eiweißanteilen geliefert. Diese Beobachtungen stehen nicht im Einklang mit der Leitlinienempfehlung zur Ernährungstherapie des Typ-2-Diabetes, wonach eine kohlenhydratbetonte Ernährung (45-60 % der Energiezufuhr) geboten ist (vgl. Toeller, 2005). Mit einer aktiv kontrollierten, randomisierten Studie an Typ-2-Diabetikern erfolgte die Prüfung, ob eine 6-monatige ernährungstherapeutische Intervention mit einer kohlenhydratreduzierten Kost zu günstigeren Therapieeffekten führt, als unter leitliniengerechter, vollwertiger Ernährung (Interventions-/Kontrollgruppe: 25/55 % Kohlenhydrate, 45/30 % Fett, 30/15 % Eiweiß, jeweils 1.800 Kalorien tägl.).

Diskussion der Ergebnisse: Im Rahmen ernährungstherapeutischer Interventionen geht der methodische Vorteil einer Randomisierung der Teilnehmer mit einem forschungspragmatisch ungünstigen Verlust an Studienteilnehmern einher. Der Eindruck 'in der falschen Gruppe gelandet' zu sein, konnte in beiden Gruppen verzeichnet werden und führte häufig zum Studienabbruch, zumindest zu begrenzter Adhärenz. Ernährungsgewohnheiten sind offensichtlicher Bestandteil inkorporierter Habitus und deren Alltagspraxis. Es bleibt vorerst offen, inwieweit intensivierte edukative Anstrengungen zur ernährungsphysiologischen Wissensvermittlung noch stärker zur Ausschöpfung offensichtlich vorhandener ernährungstherapeutischer Potentiale beitragen können, oder darüber hinaus psychosoziale Aspekte einbezogen werden sollten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

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Referenznummer:

R/NV396467


Informationsstand: 14.09.2015

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