Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Empfehlungen zur Beurteilung beruflicher Möglichkeiten von Personen mit Diabetes


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)


Quelle:

Bochum: Eigenverlag, 2004, 110 Seiten: PDF


Jahr:

2004



Link(s):


Ganzen Text lesen (PDF | 741 KB)


Abstract:


Diabetes mellitus ist eine häufige Erkrankung in den hoch industrialisierten Ländern. Wir gehen heute von circa fünf bis sechs Millionen Diabetikern in Deutschland aus. Damit liegt die Prävalenz bei Erwachsenen, mit steigendem Alter zunehmend, durchschnittlich bei etwa sechs Prozent. Neuere Erhebungen lassen einen weiteren Anstieg auf etwa sieben bis acht Prozent der Erwachsenenbevölkerung erwarten.

Es ist deshalb von herausragender volkswirtschaftlicher Bedeutung, möglichst viele Diabetiker im arbeitsfähigen Alter in den Arbeitsprozess zu integrieren. Darüber hinaus sollte auch dem Einzelnen die Möglichkeit gegeben werden, trotz eventuell notwendiger krankheitsbedingter Einschränkungen, weitgehend seine individuellen Neigungen und Fähigkeiten im Beruf zu verwirklichen.

In den vergangenen Jahren ist leider ein großer Teil der Betroffenen ohne Prüfung des Einzelfalls als ungeeignet eingestuft worden oder es wurden ihnen ungerechtfertigt dauernde berufliche Bedenken bescheinigt.

Bei der Beurteilung beruflicher Möglichkeiten von Personen mit Diabetes mellitus muss von den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und der sich daraus ergebenden Gefahr von Hypoglykämien ausgegangen werden. Ebenso spielen Begleit- und Folgeerkrankungen eine wichtige Rolle.

Insgesamt müssen bei Menschen mit Diabetes verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, zum Beispiel
- Art des Berufes,
- Unfallgefährdung im sinne von Selbst- und Fremdgefährdung,
- Qualität der Stoffwechseleinstellung über einen längeren Zeitraum
- Art der Behandlung,
- Hypoglykämien (Häufigkeit, Wahrnehmung, Notwendigkeit der Fremdhilfe),
- Folgeerkrankungen (vorrangig Polyneuropathie, Retinopathie),
- Umgang mit der Erkrankung (Bewertung von Selbstkontrollen).

Bis heute noch unterliegen Diabetiker durch zahlreiche Verordnungen und Empfehlungen einer eingeschränkten Möglichkeit, ihren Beruf auszuüben. Schulungen, Blutzuckerselbstkontrollen sowie verschiedene neue Therapien (Tabletten, Kurzzeitinsuline, Pumpe) ermöglichen eine bessere Behandlung und die Vermeidung von Komplikationen bei Diabetes mellitus.

Durch die zunehmende Vielfalt von Berufen und der raschen Änderung von Tätigkeiten innerhalb einzelner Berufsfelder wird heute in jedem Einzelfall eine differenzierte Abstimmung zwischen den vorhandenen persönlichen Fähigkeiten und den konkreten beruflichen Anforderungen notwendig.

Diese Empfehlungen sollten nach spätestens 2 Jahren überprüft und ggf. erforderliche Änderungen durch den Ausschuss dem Vorstand der DDG vorgelegt werden.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Diabetes-Gesellschaft e.V. (DDG)
Homepage: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3545


Informationsstand: 25.04.2016

in Literatur blättern