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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erfolgsparameter in der beruflichen Rehabilitation


Sammelwerk / Reihe:

Die Berufsförderungswerke - Netzwerk Zukunft


Autor/in:

Niehaus, Mathilde


Herausgeber/in:

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke (ARGE-BFW)


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2004, Seite 178-185


Jahr:

2004



Abstract:


Mathilde Niehaus, Lehrstuhlinhaberin für Arbeit und Berufliche Rehabilitation an der Universität zu Köln, geht zu Beginn des Artikels auf die Relevanz der Diskussion um individuelle und systembezogene Erfolgsparameter ein.

Gundlegende Veränderungen unter dem Trend zu mehr Erfolgen, Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit im sozialen Sicherungssystem der Rehabilitation sind in ganz Europa zu beobachten. Wie viel Veränderungen die Sozialkultur verkraften kann, hängt neben ökonomischen Argumenten auch von den Auswirkungen auf die individuellen Lebensverläufe ab. Insofern sind die Diskussionen individuell und systembezogen relevant.

Die Leistungsträger wie beispielsweise die Bundesanstalt für Arbeit/Bundesagentur für Arbeit und die Rentenversicherungsträger forderten, dass den Rehabilitanden, die nicht auf das Berufsförderungswerk mit seinen umfassenden Betreuungsangeboten angewiesen sind, verstärkt wohnort- und betriebsnahe Maßnahmen offeriert werden sollen. Darüber hinaus sollten mit Blick auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes kürzere Maßnahmen wie Anpassungsfortbildungen, Teilqualifikationen und modulare Ausbildungen vorgehalten werden.

Die verfolgte Strategie, kürzere Qualifizierungen zu bevorzugen, kann einerseits möglicherweise den Bedürfnissen der RehabilitandInnen nicht gerecht werden und unter Umständen langfristig nicht den Erfordernissen des Arbeitsmarktes entsprechen. Insofern ist die hier aufgeworfene relevante Thematik nach den Erfolgsparametern sowohl unter Berücksichtigung individueller als auch systembezogener Kosten-Nutzen-Bilanzierung zu diskutieren.

Anschließend geht Niehaus näher auf die Forschung zu den Erfolgsparametern ein. Sie nähert sich diesem Thema zum einen aus sozialwissenschaftlicher und zum anderen aus ökonomischer Perspektive.

Erfolgsdiskussionen nehmen angesichts ökonomischer Sparzwänge, aber auch angesichts einer Vielzahl von Angeboten und Maßnahmen im Bereich der beruflichen Rehabilitation einen immer bedeutenderen Raum ein. Es geht dabei häufig um die Fragen aus Sicht der Betroffenen, aus Sicht der Angehörigen, aus Sicht der Anbieter/ Professionellen und aus Sicht der Kostenträger/Fördergeber.

Die Frage, was Erfolg in der beruflichen Rehabilitation bedeutet, wird somit je nach Interessenlage unterschiedlich ausfallen. Dringend erforderlich ist weitere Forschung zur differenziellen Indikation für Rehamaßnahmen und deren Evaluation. Da die Ressourcen an öffentliche und private Einrichtungen immer stärker ziel- und ergebnisorientiert verteilt werden, ist eine mehrperspektivische Erfolgs- und Qualitätsdiskussion notwendig. Erfolg ist somit mehrperspektivisch zu bewerten sowie multimethodal und multidimensional zu erfassen. Mut zur Komplexität in der Forschung, Praxis, Verwaltung und Politik ist gefragt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Die Berufsförderungswerke - Netzwerk Zukunft' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e.V. (BV BFW)
Homepage: https://www.bv-bfw.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV351220


Informationsstand: 25.08.2005

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