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Bibliographische Angaben zur Publikation

Über den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit, gesundheitsbezogener Lebensqualität und Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Wild, Burkhard; Pollmann, Hartmut


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 179-181, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Im Forschungsprojekt PWII/6 des NRW-Forschungsverbundes Screening auf Rehabilitationsgedarf - effektiv und ökonomisch - wurde unter anderem geprüft, ob ein frühzeitiges Angebot von Rehabilitationsmaßnahmen an chronisch erkrankte Versicherte die gesundheitsbezogene Lebensqualität nachhaltig verbessert. Schließlich zeigte sich bei der Analyse der Daten, dass ein großer Teil der Versicherten im Zeitraum zwischen dem Datenscreening und dem Zeitpunkt der Intervention arbeitslos geworden war.

In dem Projekt wurden die Versicherten von zwei gesetzlichen Krankenversicherungen gescreent, bei denen eine chronische, rehabilitierbare Erkrankung, Arbeitsunfähigkeitstage zwischen 43 und 180 Tagen und das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses vorlag. Nach der Kurzbefragung zur Erkennung des Rehabilitationsbedarfs wurde einem Teil der Versicherten eine Rehabilitation in einem randomisierten Design angeboten.

Zum Zeitpunkt der Intervention waren bereits elf Prozent arbeitslos geworden. Daher wurden die Daten dieser Gruppe mit den Daten der Versicherten, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, verglichen.

Es zeigte sich, dass es sich bei den Daten selektierter Versicherter um eine Bevölkerungsgruppe handelt, die von Arbeitslosigkeit besonders betroffen ist. Zudem wurde deutlich, dass ein starker Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und gesundheitsbezogener Lebensqualität besteht.

Überraschend sei die geringe Inanspruchnahme des Rehabilitationsangebots bei den arbeitslosen Studienteilnehmern gewesen. Diesbezüglich sei jedoch zu beachten, dass es sich bei dem untersuchten Kollektiv um eine hochselektierte Stichprobe handelt. Aus diesem Grund sollte der Zugang von arbeitslosen chronisch erkrankten Versicherten zur Rehabilitation Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345518


Informationsstand: 08.07.2008

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