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Bibliographische Angaben zur Publikation

Geschlechtsspezifische Verzerrungen bei der Erfassung psychischer Erkrankungen in Umfragen am Beispiel Depressivität


Sammelwerk / Reihe:

Psychische Gesundheit wirksam stärken - aber wie?


Autor/in:

Hiesinger, Karolin


Herausgeber/in:

Scherenberg, Viviane; Pundt, Johanne [u. a.]


Quelle:

Berlin, Heidelberg: Springer, 2020, Seite 351-369


Jahr:

2020



Abstract:


In (Bevölkerungs-)Umfragen können gerade Antworten zu sensiblen Themen wie das der psychischen Gesundheit verzerrt sein.

Der Beitrag befasst sich mit geschlechtsspezifischen Verzerrungen, die bei der Erfassung von psychischen Erkrankungen, insbesondere der Depressivität, auftreten können. In fast allen Studien werden für Frauen höhere Werte von Depressivität berichtet als für Männer.

Anhand sozialkonstruktivistischer Theorieansätze sowie der Artefakttheorie wird beleuchtet, inwieweit traditionelle Geschlechterrollenbilder dabei eine Rolle spielen. So weisen Männer eine geringere Bereitschaft auf als Frauen, von depressiven Symptomen zu berichten. Auch sind die Fragebögen zur Erfassung von Depressivität häufig stärker auf die traditionell weibliche Rolle ausgerichtet. Daher können die vorherrschenden Geschlechterrollenbilder zu einer Verzerrung bei der Erfassung von Depressivität führen, was zum Teil die höheren Depressivitätswerte von Frauen erklärt.

Anhand von empirischen Studien wird aufgezeigt, welche Interviewbedingungen und Instrumente in Umfragen einen solchen Bias befördern.

Der Beitrag schließt mit Handlungsempfehlungen für die Konzipierung und Planung von (Bevölkerungs-)Umfragen, um geschlechtsspezifische Verzerrungen in Befragungen zur psychischen Gesundheit zu reduzieren.

[Aus: IAB-Doku]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Springer-Verlag
Homepage: https://www.springer.com

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Referenznummer:

R/NV3291x01


Informationsstand: 10.07.2020

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