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Bibliographische Angaben zur Publikation

Handlungsempfehlungen zur Förderung einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Hörbehinderungen in Münster am Leben in der Gesellschaft

Erarbeitet vom Arbeitskreis Hörbehinderung



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Stadt Münster - Sozialamt


Quelle:

Münster: Eigenverlag, 2005, Stand: Mai 2005, 6 Seiten


Jahr:

2005



Link(s):


Link zu den Handlungsempfehlungen (PDF, 33 KB).


Abstract:


Das am 01.01.2004 in Kraft getretene Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen (BGG NRW) hat das Ziel, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Die Kommunen sind verpflichtet, aktiv auf das Erreichen dieses Zieles hinzuwirken.

Der Rat der Stadt Münster hat am 03.02.1999 das Handlungsprogramm Integrationsförderung für Menschen mit Behinderungen (vergleiche Beschlussvorlage an den Rat Nr. 890/98) als konzeptionelle Grundlage für die kommunale Integrationsförderung und -politik in Münster beschlossen. Das Handlungsprogramm berücksichtigt die Bedarfe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen.

Die Stadt Münster und die Akteure in der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen vor Ort haben bereits vielfältige Aktivitäten zur Umsetzung des Handlungsprogramms Integrationsförderung durchgeführt. Dabei wurden auch die Belange hörbehinderter Menschen berücksichtigt.

Zu den hörbehinderten Menschen gehören gehörlose, ertaubte und schwerhörige Menschen. Die Schwerbehindertenstatistik des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (Stand 31. 12.2003) weist für Münster 834 Menschen (davon 448 Frauen) mit einem Grad der Behinderung von 50-100 aus, bei denen als Art der schwersten Behinderung Taubheit, Schwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen oder Sprach- und Sprechstörungen vorliegen. 51 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen sind älter als 65 Jahre. Berücksichtigt man alle schwerbehinderten Menschen, bei denen eine Hörbehinderung anerkannt wurde (auch als eine von mehreren Behinderungen) und bezieht die Personen mit einem Grad der Behinderung von 20-40 mit ein, ergibt sich für Münster eine Zahl von 2.543 Personen. Hinzu kommen Menschen, die keinen Schwerbehindertenausweis beantragt haben und damit in der Statistik nicht erfasst sind.

Durch das BGG NRW ergibt sich die Notwendigkeit, die Bedarfe dieser Zielgruppe in verschiedenen Lebensbereichen stärker als bisher zu berücksichtigen, unter anderem bei der barrierefreien Gestaltung von baulichen Anlagen und Systemen der Informationsverarbeitung. Auch die Verwendung der Gebärdensprache und anderer Kommunikationsformen ist im BGG NRW geregelt. Hinweise zur konkreten Umsetzung ergeben sich aus der zum 01.07.2004 in Kraft getretenen Kommunikationshilfenverordnung Nordrhein-Westfalen (KHV NRW).

Vor diesem Hintergrund haben sich auf Initiative der Koordinatorin für Behindertenfragen der Stadt Münster die Vereine der hörbehinderten Menschen in Münster, die Beratungsstellen für hörbehinderte Menschen und viele weitere Institutionen und Organisationen in einem Arbeitskreis zusammengeschlossen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Ziele des BGG NRW bezogen auf die Gruppe der Menschen mit Hörbehinderungen umgesetzt werden und die Teilhabemöglichkeiten für hörbehinderte Menschen in Münster weiter verbessert werden können.

Der Bericht informiert über die Ergebnisse des Arbeitskreises und stellt die erarbeiteten Handlungsempfehlungen vor. Auf eine ausführliche Beschreibung der bestehenden Angebote und Aktivitäten wurde verzichtet.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Stadt Münster
Sozialamt, Fachstelle Hilfen für Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.muenster-barrierefrei.de/publikationen/index.php

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2519x01


Informationsstand: 17.06.2019

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