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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zur Bedeutung der Heilmittel für die Förderung der Teilhabe unter Berücksichtigung des Auftrags therapeutischer Fachberufe - ein Beitrag zur aktuellen Diskussion

Eine Expertise der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation



Sammelwerk / Reihe:

Expertisen der DVfR


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2016, 89 Seiten


Jahr:

2016



Link(s):


Link zu der Expertise (PDF | 646 KB)


Abstract:


Die Expertise der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR), ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Verbänden und Einrichtungen, die mit der Rehabilitation und Integration von Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen befasst sind, nimmt Stellung zu aktuellen Problemen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln. Im Mitgliederkreis der DVfR wird oft über Probleme im praktischen Versorgungsprozess berichtet. Aus diesem Grund hat die DVfR einen Ad-hoc-Ausschuss mit der Erarbeitung einer Expertise zu aktuellen Problemen der Versorgung mit Hilfsmitteln beauftragt, die vorrangigen Probleme beschreiben und Lösungsansätze enthalten soll.

In der Einführung wird die Bedeutung einer bedarfsgerechten Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Behinderung beschrieben. Nachfolgend werden aktuelle Probleme bei der Hilfsmittelversorgung dargestellt. Die Ausführungen konzentrieren sich unter anderem auf Hilfsmittel, bei denen eine Prüfung verschiedener Alternativen notwendig ist, die mit hohem Know-how und hohem handwerklichen Aufwand angepasst oder hergestellt werden müssen und die einen hohen finanziellen Mitteleinsatz bedeuten. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich, ob sich der Versorgungsprozess schwierig und anspruchsvoll gestaltet. Insbesondere bei der Versorgung mit beispielsweise Sitzhilfen, Mobilitätshilfen und Kommunikationshilfen wurden Probleme berichtet, die oftmals allerdings nicht die Produkte selbst betreffen, sondern die individuell notwendigen Anpassungen der Hilfsmittel.

Als Personengruppe, bei deren Versorgung häufig Probleme auftreten, wurden Menschen mit schweren orthopädisch-neurologischen Störungen und schweren Mehrfachbehinderungen identifiziert. Dennoch gibt es Bereiche der Hilfsmittelversorgung, bei denen keine gravierenden Probleme berichtet wurden. Aufgrund der Erfahrungen und Informationen hat die DVfR relevante Probleme ermittelt. Hierzu zählen die hohen Kosten der Hilfsmittelversorgung, der oft unzureichende Nutzen der Hilfsmittel für die Betroffenen und die ungenügende Kommunikation und Kooperation der Beteiligten.

In einem weiteren Punkt werden die Probleme der Qualität in der Hilfsmittelversorgung thematisiert. Im Bereich der Strukturqualität werden die Bereiche Qualifikation, Kenntnisse und Erfahrungen, Verfügbarkeit qualifizierter Akteure und Rahmenbedingungen genannt. Probleme der Prozessqualität finden sich in den Bereichen frühzeitige Bedarfserkennung, Assessment, Teamarbeit, Erarbeitung eines Versorgungskonzepts, Verordnung, Antragsverfahren und Begründung, Genehmigungs- und Zuteilungsverfahren, Anpassungs- und Fertigstellungsprozess, Abnahme und Kontrolle und in den Rahmenbedingungen.

Entscheidende Kriterien für die Ergebnisqualität sind unter anderem Unterstützung ärztlicher Behandlung und Sicherung von therapeutischen Zielsetzungen, Unterstützung von Funktionen, Aktivitäten und Teilhabe, Vermeidung von Komplikationen und Sicherung nachhaltiger Wirksamkeit und Effektivität. Abschließend wird ein Ausblick gegeben. Durch die Erarbeitung von Lösungsoptionen soll die Verbesserung der Qualität der Hilfsmittelversorgung erreicht werden. Der effizienten Gestaltung des Versorgungsprozesses soll dabei besonderes Augenmerk geschenkt werden. Bei den Beratungen des Ausschusses haben sich erste Lösungsansätze abgezeichnet. Weitere Handlungsfelder werden exemplarisch am Ende des Artikels benannt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Homepage: https://www.dvfr.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2438x03


Informationsstand: 21.03.2016

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