Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Der chronisch Kranke am Arbeitsplatz: Einsatzmöglichkeiten und gesundheitsfördernde Maßnahmen

Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin Gmunden, 18.-19. September 1987



Sammelwerk / Reihe:

Endogene Rhythmen - Nacht- und Schichtarbeit - Gesundheitsbeeinträchtigung und Arbeit


Autor/in:

Kentner, Michael


Herausgeber/in:

Baumgartner, Egmont; Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin


Quelle:

Wien; München; Bern: Maudrich, 1988, Seite 83


Jahr:

1988



Abstract:


Die Zusammenfassung der bei chronischen Krankheiten allgemein zu vermeidenden Belastungen zeigt, dass sich trotz der Verschiedenartigkeit der einzelnen Leiden die Betätigungsfelder der chronisch Kranken im Betrieb erheblich einengen und dies um so mehr, als ja auch die Gesunden in der Regel Arbeitsplätze mit möglichst geringen gesundheitsgefährdenden Belastungen und Anforderungen bevorzugen. Zu vielschichtig sind die Variationen und Wechselwirkungen im Beziehungsgeflecht Mensch, chronische Krankheit, Arbeit, Arbeitsplatz. Selbstverständlich gilt auch für den chronisch Kranken das Grundprinzip, dass die Arbeitsbedingungen nach Möglichkeit dem Menschen angepasst werden sollen.

Dem sind aber Grenzen gesetzt, die insbesondere von folgenden Faktoren abhängen:
- Art der Erkrankung, Schwere des Leidens, Verlauf und Rhythmik der Krankheitssymptomatik, Reversibilität, Beeinflussbarkeit und Therapierbarkeit der Befunde
- Leistungswille, Leistungsfähigkeit, Motivation und besonderen Fähigkeiten der betroffenen Personen
- Art, Größe, Struktur des Betriebes, Existenz von Ausweicharbeitsplätzen, Finanzierbarkeit präventiver Maßnahmen Verständnis und mithilfe von Arbeitskollegen.

Zur Realisierung des Grundsatzes Rehabilitation vor Rente ist eine enge Zusammenarbeit aller außerbetrieblichen Institutionen des Gesundheitswesens (wie behandelnder Arzt, Krankenhaus, Rehabilitationseinrichtung, Sozialversicherungsträger) mit den innerbetrieblichen gesundheitsfördernden Stellen, speziell dem Werksarzt und den sozialen Diensten erforderlich. Hier bestehen zum Teil immer noch erhebliche Kommunikationshemmnisse, welche insbesondere auf einen übertriebenen Datenschutz und verwaltungsbedingte Erschwernisse zurückzuführen sind. Auch die chronisch Kranken selbst sind aufgefordert, vermehrt über Personen ihres Vertrauens im Betrieb die Humanisierung ihrer Arbeitsplätze mit voranzutreiben.

[Nachdruck] 0


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Facultas Verlags- & Buchhandels AG
Homepage: https://www.facultas.at/home

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2118x03


Informationsstand: 01.01.1989

in Literatur blättern