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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ist-Analyse der Fachpraktikerausbildung im Rheinland sowie Entwicklung von Empfehlungen zur Ausweitung und Optimierung des Ausbildungsangebotes für Menschen mit Behinderung gemäß § 66 BBiG / §42r HwO

Projektbericht; Laufzeit: 01.10.2019-31.03.2020



Autor/in:

Herder, Leandra


Herausgeber/in:

LVR-Inklusionsamt


Quelle:

Köln: Eigenverlag, 2020, 64 Seiten: PDF


Jahr:

2020



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Abstract:


Einleitung:

Menschen mit Behinderung, denen aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung auch unter der Anwendung eines Nachteilsausgleichs keine Regelausbildung möglich ist, können eine Fachpraktikerausbildung gemäß § 66 BBiG/§ 42r HwO absolvieren. Die Feststellung der fehlenden Eignung für eine Regelausbildung erfolgt durch den berufspsychologischen Service der zuständigen Agentur für Arbeit und ist Voraussetzung für die Ausbildung in einem Beruf als Fachpraktiker*in. Bei der Fachpraktikerausbildung handelt es sich um eine Ausbildung innerhalb des Berufsbildungsgesetzes, welche eine anschließende Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an denen anerkannter Ausbildungsberufe, erfordern jedoch einen geringeren Umfang an theoretischen Kenntnissen. Daher wird die Fachpraktikerausbildung auch oft als 'theoriereduzierte Ausbildung' bezeichnet. Das Ablegen der Abschlussprüfung erfolgt vor der jeweils zuständigen Kammer. Die Ausbildung dauert meist 2 bis 3 Jahre. Eine Ausbildung nach § 66 BBiG/§ 42r HwO muss bei der zuständigen Kammer durch den Jugendlichen mit Behinderung oder dessen gesetzliche Vertretung beantragt werden, wobei der Ausbildungsplatz zu diesem Zeitpunkt sicher sein muss.

Zielsetzung:

Menschen mit Behinderung, denen aufgrund der Art und Schwere der Behinderung auch unter der Anwendung eines Nachteilsausgleich keine Regelausbildung möglich ist, können eine Fachpraktikerausbildung gemäß § 66 BBiG/ § 42r HwO absolvieren. Diese ermöglicht eine anschließende Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt. Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an denen anerkannter Ausbildungsberufe, erfordern jedoch einen geringeren Umfang an theoretischen Kenntnissen.

Ziel des vorliegenden Projektes war die Erfassung des Ist-Stands der Fachpraktikerausbildung im Rheinland. Somit sollte aufgezeigt werden, welche Fachpraktikerausbildungen im Rheinland bereits existieren bzw. bei welchen Kammern im Rheinland die jeweiligen Ausbildungsrahmenpläne erlassen worden sind. Des Weiteren verfolgte das Projekt das Ziel, förderliche Faktoren sowie Stolpersteine und Herausforderungen zu identifizieren. Dadurch konnten abschließend Erkenntnisse zur Optimierung der Ausbildungsform gewonnen werden und Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden.

Methodik:

Um die Projektziele zu erreichen, war es notwendig, das Gespräch mit am Prozess der Fachpraktikerausbildung beteiligten Expert*innen aufzusuchen. Daher basierte die Datenerhebung auf der Durchführung von qualitativen Interviews und der Befragung von verschiedenen Betrieben mithilfe eines eigens für das Projekt erstellten Fragebogens. Ergänzt wurde die Datenerhebung durch eine Recherche auf den Internetseiten der Kammern. Anhand der erhobenen Informationen konnten Handlungsempfehlungen formuliert und eine Übersicht aller vorhandenen Fachpraktikerausbildungsrahmenpläne im Rheinland erstellt werden.

Ergebnisse:

Die erstellte Übersicht der vorhandenen Ausbildungsrahmenpläne zeigt, dass sich das Angebot der Fachpraktikerausbildungen zwischen den Kammern im Rheinland stark unterscheidet. Diese Übersicht sowie ein Fact Sheet zur Fachpraktikerausbildung sind auf der Internetseite des LVR-Inklusionsamtes im Rahmen des Projektes veröffentlicht worden.

Aus den Informationen der Fragebögen und Interviews konnten mehrere Stolpersteine identifiziert werden, wie bspw. der geringe Bekanntheitsgrad der Ausbildungsform oder das Fehlen einer zentralen Ansprechperson. Darauf aufbauend wurden zu sieben Bausteinen zentrale Handlungsempfehlungen formuliert, darunter beispielsweise die Förderung der betrieblichen Ausbildungsform, verbesserte Information sowie die Unterstützung durch feste Ansprechpersonen. Als eine empfohlene Maßnahme für den letztgenannten Baustein ist beispielsweise die Ausweitung der Fachberatung für inklusive Bildung in allen Kammern im Rheinland zu nennen.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Landschaftsverband Rheinland (LVR)
LVR-Inklusionsamt
Homepage: https://www.lvr.de/de/nav_main/soziales_1/berdasdezernat/pub...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV087x01


Informationsstand: 14.04.2020

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