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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wissen - Wertschätzung - Kompatibilität - Alternativen: Die Rehabilitation aus betrieblicher Sicht

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Heuer, Jochen; Hesse, Bettina; Gebauer, Erika


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 272-274, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Ein positives Verhältnis zur Rehabilitation ist die Grundvoraussetzung für eine besonders erfolgreiche, in vielen Fällen überhaupt erst realisierbare Rehabilitation. Wichtig hierfür sind ausreichende Informationen und/oder gute Erfahrungen.

Das Projekt KoRB (Kooperation Rehabilitation und Betrieb) untersucht, wie es um den Informationsstand, die Wertschätzung der Rehabilitation und die Kooperation zwischen den beteiligten Parteien und Partnern bestellt ist. Zudem dient die Untersuchung dem Aufdecken von Informationsdefiziten und Kooperationsschwächen, der Eruierung der Verbesserungsmöglichkeiten und dem Nachdenken über alternative Rehabilitationsangebote. Ferner wird eine Verbesserung der Kompatibilität der Rehabilitation mit betrieblichen Erfordernissen und eine gezieltere Ausrichtung der Rehabilitationsmaßnahmen auf die speziellen Anforderungen eines Arbeitsplatzes angestrebt.

Da kleine und mittlere Unternehmen (KMU) 99 Prozent aller Betriebe ausmachen und 68 Prozent der Arbeitnehmer beschäftigen, liegt der Fokus dieser Untersuchung auf den Unternehmen in Westfalen mit weniger als 250 Beschäftigten. KMU gelten in Gesundheitsfragen als schwer erreichbare Gruppe, deren Wissen um die Rehabilitation bislang nicht untersucht wurde.

Zu Beginn wurden 21 Interviews mit KMU unterschiedlicher Branchen und Größen sowie mit 16 Betriebsärzten und Mitarbeitern von 4 Reha-Kliniken durchgeführt. Es gab Gespräche mit Vertretern von Handwerkskammern, Innungen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Davon ausgehend werden repräsentative Befragungen verschiedener Personenkreise (Betriebsinhaber, Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Arbeitnehmer, Betriebsräte, Betriebsärzte) durchgeführt.

Die Auswertung der Interviews ergab, dass in den Betrieben (Inhaber, Geschäftsführer) ein Informationsdefizit über Rehabilitation herrscht. Weitgehend unbekannt sind insbesondere die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsplatz zu Lasten der Rentenversicherung. Eine zuverlässige Informationsquelle (zum Beispiel eine Ansprechperson) ist für die Mehrheit der Befragten wünschenswert.

Die Erfolge der medizinischen und beruflichen Rehabilitation wurden von den interviewten und schriftlich befragten Betriebsräten überwiegend als gut bis befriedigend beurteilt. Nahezu alle möchten besser informiert sein und bevorzugen als Informationsquelle einen persönlichen Ansprechpartner, gefolgt von Informationsbroschüren, dem Internet und Seminaren. Etwa ein Drittel der Betriebsräte attestiert den Betriebsleitungen eine schlechte Akzeptanz der Rehabilitation.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137841


Informationsstand: 29.08.2007

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