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Bibliographische Angaben zur Publikation

Überlegungen zur Klassifikation und ökonomischen Wirkung Persönlicher Budgets

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Kehl, Peter


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 297-299, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Die Persönlichen Budgets sind als Transfer von Geld-, Sach- und Dienstleistungen an Leistungsempfänger geschaffen worden. Sie wurden mit vielfältigen Erwartungen eingerichtet: einerseits sollen sie den Leistungsempfängern Freiräume eröffen und genauer auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein, andererseits war das Ziel, Verwaltungskosten zu sparen sowie die Leistungskoordination im gegliederten Sozialsystem zu stärken.

Zur Erprobung des derzeit laufenden Systems hat der Gesetzgeber im SGB IX eine Frist bis zum Dezember 2007 vorgesehen. Der Autor steuert einige ökonomische Überlegungen zum derzeitigen Stand des Persönlichen Budgets bei, die bei der Klassifizierung des Begriffs helfen sollen. So stellt Kehl fest, dass das Persönliche Budget im Rahmen von Transferleistungen sowohl aufgrund von Einkommensentstehung als auch aufgrund von Einkommensverwendung geleistet wird.

Für die Gliederung Persönlicher Budgets nach den Anspruchsgrundlagen schlägt er folgende Begrifflichkeiten vor:
- Ein Budget Erster Ordnung sei das Persönliche Budget, wenn es auf der Grundlage eines einzelnen Sachleistungsanspruches gebildet werde.
- Ein Budget Zweiter Ordnung sei das Persönliche Budget, wenn zwei oder mehr Leistungsansprüche eines Kostenträgers die Grundlage bilden;
- Ein Budget Dritter Ordnung sei das Persönliche Budget, wenn zwei oder mehr Leistungsansprüche gegenüber zwei oder mehr Trägern bestehen.

Eine weitere Spezifizierungsmöglichkeit der Klassifizierung des Begriffes sieht Kehl in der Beantwortung von folgenden Fragen zur Verwendung von Persönlichen Budgets:
- Wie groß ist die Freiheit des Budgetinhabers, das Budget in seinem Sinne zu verwenden; besteht Verwendungsfreiheit über den Zweck der Budgetquelle hinaus?
- Wie groß ist die Verantwortung des Budgetinhabers für die Einhaltung der Budgetmittel; können Nachforderungen gestellt werden?

Je nach Einteilung anhand dieser Fragen liegen die Vorteile eher auf Seiten des Leistungsempfängers oder auf Seiten des Kostenträgers.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x59


Informationsstand: 16.06.2006

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