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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sommerfelder Reha-Check Reha-Management Unfallverletzter: Rolle der Prozessqualität in der BGSW

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Liefring, V.; Zinck, Stefan; Mann, C. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 60-62, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Unfallverletzte Menschen werden in der berufsgenossenschaftlichen stationären Weiterbehandlung (BGSW) zu Lasten der Berufsgenossenschaften (BG) durch spezialisierte Rehabilitationskliniken betreut. Durch die Anforderungen der BE wird die notwendige Strukturqualität definiert, doch daneben ist eine befundgerechte und zielorientierte Prozessqualität nötig.

Die Untersuchung ging der Frage nach, wie eine effiziente Prozessqualität in Diagnostik, Therapie und Nachsorge praktisch umgesetzt wird. Weiterhin wurde untersucht, welche Rolle dabei der Reha-Mediziner im Zusammenwirken mit Unfallärzten und Reha-Managern der BG spielt.

Die Ergebnisse zeigen, dass wesentliche Probleme und Behandlungsbedürftigkeit bei folgenden Betrachtungsebenen bestanden:
- 78 Prozent der Patienten wiesen erhebliche Probleme im funktionellen Status auf,
- 56 Prozent im Selbstmanagement,
- 44 Prozent im psychologischen Status,
- 42 Prozent mit dem Symptom Schmerz als limitierenden Faktor,
- 28 Prozent der untersuchten Patienten hatten Probleme mit der beruflichen Situation,
- 22 Prozent beim traumatologischen Status und
- 20 Prozent mit behandlungsrelevanten Nebenerkrankungen.

Nur bei 10 Prozent der Patienten bestanden sowohl soziale, als auch Versorgungsprobleme.

Von dieser Befundkonstellation im Reha-Check ausgehend, ergab sich die Zuordnung zu drei verschiedenen Pathways:
1. Klassik-Reha (30 Prozent) mit befundorientierten Reha-Elementen.
2. Schmerz-Reha (40 Prozent) mit zusätzlicher Schmerzdiagnostik, multimodaler Schmerztherapie, Übungen zum Selbstmanagement, psychologischen Einzelgesprächen und Entspannungstherapie.
3. MBO-Reha (30 Prozent) mit zusätzlicher berufsspezifischer Ergotherapie, Arbeitstraining und engmaschiger Einschaltung der Berufshilfe.

In den meisten Fällen wurden nach Abschluss der BGSW Reha-Nachsorge-Empfehlungen gegeben wie EAP oder Krankengymnastik in der Klassik-Reha, Psychologie und Schmerztherapie in der Schmerz-Reha, als auch Arbeits- und Belastungserprobung (ABE) sowie Ergotherapie in der MBO-Reha.

In der abschließenden Diskussion wurde betont, wie wichtig eine engmaschige Kommunikation der Ärzte und Reha-Manager in der gesamten Prozesssteuerung für den Heilungsverlauf Unfallverletzter bis zur Wiedereingliederung in das Berufsleben ist. Sie verbessert die Transparenz der Abläufe für alle Partner, unter Umständen die Verweildauer und die Zeitspanne bis zur Wiederaufnahme der beruflichen Wiedereingliederung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x19


Informationsstand: 30.05.2006

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