Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Behinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftliches Gutachten zur Lebenssituation von behinderten Menschen und zur Behindertenpolitik in NRW



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (MASQT)


Quelle:

Düsseldorf: Eigenverlag, 1993, 453 Seiten


Jahr:

1993



Abstract:


Das Forschungsprojekt wurde auf drei aufeinander abzustimmende Arbeitsschritte und inhaltliche Schwerpunkte hin erstellt:

1) Bestandsaufnahme des aktuellen Entwicklungsstandes der sozialen Integration, einschließlich der wichtigsten Integrationshemnisse und -defizite.
2) Auswertung der Ergebnisse und Analysen hinsichtlich neuer Bedarfe, Veränderungsnotwendigkeiten und struktureller Neuerungen.
3) Erarbeitung von Konsequenzen und Empfehlungen hinsichtlich politischer Prioritäten und vorrangig einzuleitender Maßnahmen.

Die Analysen des Forschungsprojektes konzentrieren sich auf die Lebensbereiche, die für Behinderte von höchster Bedeutung sind, in denen aber große Barrieren der sozialen Integration entgegenstehen.

Die Untersuchungen wurden von der besonderen Aufmerksamkeit gegenüber wesentlichen Veränderungen in der Lebenssituation behinderter Menschen und gegenüber neuen Problemen ihrer Lebensgestaltung und -bewältigung bestimmt. Für die Forschungsarbeit bestimmend war die Orientierung an den Sichtweisen, Erfahrungen und Interessen der Behinderten selbst sowie daran, wie sie ihr Leben, ihre spezielle Lebenssituation und die erfahrenen Chancen und Hindernisse für ihre Lebensentfaltung sehen und interpretieren.

Zuerst beschäftigt sich das Projekt mit der Lage des Behindertensektors und Veränderungen in den
Lebenszusammenhängen behinderter Menschen, wobei einführend die Ausgangslage geschildert wird und anschließend auf den gesellschaftlichen Wandel und seine Bedeutung für die Lebensbedingungen behinderter Menschen, den Bewusstseinswandel im Verständnis von Behinderung, die Erweiterung und Ausdifferenzierung des Behindertensektors sowie auf neue Bedarfe und Anforderungen an die Behindertenpolitik eingegangen wird.

Im Anschluss daran folgen zu zehn zentralen Schwerpunkten der sozialen Integration Bestandsaufnahmen, Analysen und Empfehlungen.

Die ersten fünf Schwerpunkte orientieren sich an wichtigen Lebensphasen und zentralen Lebensbereichen Behinderter und lauten wie folgt:

1) Früherkennung und Frühförderung - Chancengleichheit durch flächendeckende Angebote.
2) Bildung - Durch Qualifikation zur Integration.
3) Beruf und Arbeit - Basis der Existenzsicherung und sozialen Kompetenz.
4) Wohnen - Leben in selbstgewählten Wohnformen.
5) Freizeit - Wahlmöglichkeiten für die Lebensgestaltung.

Die weiteren fünf Schwerpunkte beschäftigen sich mit strukturell-organisatorischen Problemen der Behindertenhilfe:

6) Beratung - Verbesserung durch Kooperation und Vernetzung.
7) Dienste und Hilfen - Basis für ein selbstbestimmtes Leben.
8) Partizipation - Gesellschaftliche Teilhabe durch Interessenvertretung.
9) Übergänge und Nahtstellen - Hilfen beim Übergang und Wechsel in neue Lebenssituationen.
10) Behinderung und Benachteiligung - Nachteilsausgleich für 'neue' und besonders benachteiligte Personengruppen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Publikation ist nicht mehr beim Herausgeber erhältlich.
Der Herausgeber existiert heute unter anderem Namen bzw.
in anderer Organisationsstruktur.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL0547


Informationsstand: 14.04.1994

in Literatur blättern