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Bibliographische Angaben zur Publikation

Abschlussbericht des Modellprojekts Barrieren Melde- und Monitoringstelle

Berufliche Teilhabe durch endnutzerinitiierten nachhaltigen Abbau von Barrieren in arbeits- und berufsrelevanten Informations- und Kommunikationsprozessen



Autor/in:

Berker, Frank; Bühler, Christian; Danner, Martin [u. a.]


Herausgeber/in:

Barrieren Melde- und Monitoringstelle c/o Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE)


Quelle:

Düsseldorf: Eigenverlag, Online-Ressource, 2017, 22 Seiten


Jahr:

2017



Link(s):


Link zu dem Abschlussbericht (PDF | 1 MB).


Abstract:


Das Projekt Barrieren Melde- und Monitoringstelle wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds unter dem Förderkennzeichen 01KM141104 während einer Laufzeit von 01/2014 bis 03/2017.

Wenige Wochen vor Projektende trat, am 22. Dezember 2016, die EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen in Kraft, die in den kommenden Monaten in deutsches Recht umgewandelt werden muss. Interessanterweise enthält die Richtlinie Forderungen nach einem Feedback Mechanismus und einer langfristigen Überwachung (Monitoring) der Webauftritte öffentlicher Stellen. Das sind zwei Aspekte, die im Projekt Barrieren Melde- und Monitoringstelle eine große Rolle gespielt haben.

Anders aber als die EU-Richtlinie oder die in Deutschland geltende Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) 2.0 beschäftigte sich das Projekt Barrieren Melde- und Monitoringstelle mit allen Webauftritten und nicht nur mit denen von öffentlichen Stellen.

Von daher leistete das Projekt Barrieren Melde- und Monitoringstelle einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (VN-Übereinkommen).

Die Meldestelle für digitale Barrieren wurde weiter ausgebaut und hat Menschen mit Behinderungen weiterhin die Möglichkeit gegeben, Barrieren zu melden, die ihnen in Angeboten begegnen. Neben Webbarrieren, konnten Meldungen zu digitalen Dokumenten, Informations- und Serviceterminals sowie Selbstbedienungsautomaten, Software und mobilen Anwendungen bearbeitet werden. Das Angebot der Meldestelle kann über die Projektlaufzeit hinaus weiter genutzt werden.

Um das Melden insbesondere von Barrieren bei Informations- und Serviceterminals weiter zu erleichtern, wurde eine App für Android Smartphones entwickelt. Gerade die Meldung von Barrieren bei Automaten war bisher aufwendig, da man nur von unterwegs aus Barrieren über ein Webformular mit entsprechender Texteingabe melden konnte. Die App enthält vordefinierte Texte, die man ggf. mit eigenen Angaben stichpunktartig ergänzen kann. Außerdem kann die App auf GPS und die Kamera zugreifen. Somit lassen sich eine Angabe zum Standort und Bilder der Meldung hinzufügen.

Im Zentrum aller Projektaktivitäten stand die Verbesserung der Integration behinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Im Rahmen der langfristigen Überwachung von Webseiten (Monitoring) wurden daher 14 arbeitsrelevante Webauftritte ausgewählt, und zwar je sieben Webauftritte von Bundesbehörden und der Privatwirtschaft (Jobbörsen und E-Recruiting-Systeme). Diese Webseiten wurden zu drei verschiedenen Zeitpunkten überprüft. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass alle Webseiten fehlerbehaftet waren, dass sich nicht jedes Prüftool für die Überprüfung eignet und dass die Webauftritte der Bundesbehörden weniger Fehler aufwiesen, als die der privaten Anbieter.

Im Rahmen der Kooperation mit der TU Dortmund beschäftigten sich zwölf Studentinnen im Rahmen eines zweisemestrigen Studienprojekts mit der Barrieren Melde- und Monitoringstelle. Neben Impulsen für die App-Entwicklung erarbeiteten sie einen Katalog mit Handlungsempfehlungen für die Meldestelle, drei Kurzfilme, die die Arbeit der Meldestelle bewerben, die Figur Giesbert, die als Sympathieträger fungiert sowie den Slogan 'Melden macht Helden'.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Barrieren Melde- und Monitoringstelle (BaMM)




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/BMAS013


Informationsstand: 04.04.2017

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