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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag A12-2015: Kein Nachteilsausgleich im Prüfungsrecht für Prüflinge mit persönlichkeitsbedingten oder konstitutionellen Dauerleiden

Anmerkung zu VG Ansbach, Beschluss vom 26.04.2013 - AN 2 E 13.00754



Sammelwerk / Reihe:

Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht, Fachbeiträge A: Sozialrecht


Autor/in:

Hechler, Patrick; Plischke, Jan


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2015, 6 Seiten: PDF


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Fachbeitrag (PDF | 175 KB).


Abstract:


Fachbeiträge A - Sozialrecht:

Thematisch sind die Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht in fünf Schwerpunktgruppen unterteilt: A: Sozialrecht, B: Arbeitsrecht, C: Sozialmedizin und Begutachtung, D: Politik und E: Recht der Dienste und Einrichtungen.

Die Fachbeiträge A behandeln rechtliche Fragen zum SGB IX sowie in diesem Kontext aktuelle Entwicklungen im sozialen Leistungsrecht. Dazu gehören das Verfahrensrecht, die Hilfsmittelversorgung einschließlich assistiver Technologien (Domotechnik) sowie die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem den Neuregelungen zum Persönlichen Budget, der Unterstützten Beschäftigung sowie der Teilhabe von behinderten Frauen und Müttern mit behinderten Kindern am Leben in der Gesellschaft.

Diskussionsgegenstand:

In dem Beitrag befassen sich die Autoren mit einem Beschluss des Verwaltungsgerichts (VG) Ansbach vom 26.04.2013 über die Nichtgewährung von Nachteilsausgleichen für Prüflinge mit persönlichkeitsbedingten oder konstitutionellen Dauerleiden.

Das Gericht hatte darüber zu entscheiden, ob der klagenden Schülerin eine verlängerte Bearbeitungszeit in den Abiturprüfungen gewährt wird, um ihre psychische Erkrankung auszugleichen. Das Gericht lehnte das Begehren mit der Begründung ab, dass zur Gewährung von Chancengleichheit lediglich Behinderungen mit Nachteilen in der Darstellungsfähigkeit und somit der technischen Umsetzung der vorhandenen geistigen Leistungsfähigkeit ausgeglichen werden müssten, nicht jedoch psychische Einschränkungen, die dem tatsächlichen Leistungsvermögen des Prüflings entsprächen.

Die Autoren widersprechen der Entscheidung des VG und gehen in ihrer Würdigung unter Berücksichtigung des Benachteiligungsverbots kritisch auf die durch das Gericht vorgenommene Unterscheidung der Behinderungsformen ein sowie die Auswirkungen unterbleibender Nachteilsausgleiche auf die schulische und berufliche Teilhabe.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Urteil mit Aktenzeichen AN 2 E 13.00754 Kein Nachteilsausgleich in der Abiturprüfung bei einem psychischen Dauerleiden




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRA1512


Informationsstand: 08.12.2015

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