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Bibliographische Angaben zur Publikation

Telearbeit: Sozialforschungsstelle Dortmund, Landesinstitut

In Teil 3: Selbstdarstellung von Projekten



Sammelwerk / Reihe:

Telearbeit für behinderte Menschen, Band 272


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Abstract:


Die Sozialforschungsstelle (sfs) Dortmund ist eines der großen deutschen Institute für Arbeitsforschung. Bereits 1946 gegründet, ist die sfs seit 1972 Landesinstitut und dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung zugeordnet. Ein interdisziplinäres Team von 60 Arbeits- und Sozialwis- senschaftlerInnen, ÖkonomInnen, PädagogInnen, StatistikerInnen, IngenieurInnen und InformatikerInnen forscht, berät und evaluiert zu aktuellen Fragen der Arbeitswelt. Unterstützt werden sie von 20 MitarbeiterInnen in der Sachbearbeitung sowie einem wissenschaftlichen Dienst.

Neben anwendungsorientierter Grundlagenforschung, zum BEISPiel zur Arbeitsgestaltung und zum Arbeitsschutz, forscht und berät die sfs unter anderem zu neuen Produktionskonzepten und beschäftigt sich mit frauenspezifischer Arbeitspolitik. Die sfs verfügt über zahlreiche Kontakte und Kooperationspartner auf regio-naler, nationaler und internationaler Ebene und ist Gründerin des europäischen Forschungsverbundes euronet: Work & Education. Die sfs finanziert sich, abgesehen von einer finanzierten Grundausstattung des Ministeriums, überwiegend mit Drittmitteln.

Schwerpunkt 'Arbeitsmarktforschung über Menschen mit Behinderungen' Die Sozialforschungsstelle hat seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in der Arbeitsmarktforschung über Menschen mit Behinderungen. Mit der Vorstudie 'Telearbeit - eine Chance für Frauen mit Behinderungen' wurde der Focus auf informationstechnisch unterstützte Arbeitsplätze und neue Formen der Arbeitsorganisation gelegt. Im Auftrag des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit wurde 1997 eine Vorstudie erstellt, deren Ziel die Zusammenfassung der Erfahrungen von behinderten Frauen und Männern mit Behinderungen mit Telearbeit war.

Schwerpunkt der Studie war die Aufbereitung von Good-Practice- Beispielen aus den Niederlanden und der BRD nach einheitlichen Bewertungskriterien. In enger Kooperation mit dem Netzwerk von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in NRW wurden Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte sowie zwei Telehäuser besucht und Expertengespräche geführt. Bei der abschließenden Bewertung wurden die Einschätzungen und Hinweise des Netzwerks auf die spezifischen Belange von Frauen mit Behinderungen berücksichtigt. Als gemeinsame Projektidee wurde ein Modellprojekt zum Aufbau eines integrativen Telehauses für Frauen mit und ohne Behinderungen entwickelt. Bedarfsanalyse zur Einführung von Telearbeit für Menschen mit Behinderungen.

Derzeit wird von der Sozialforschungsstelle eine Bedarfsanalyse zur Einführung von Telearbeit für Menschen mit Behinderungen im Raum Dortmund durchgeführt. Auftraggeberin ist das Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit. Das (Teil-)Projekt soll Beschäftigungspotenziale für Menschen mit Behinderungen eruieren und die Konditionen der Betriebe zur Einführung von Telearbeit für diese Zielgruppe beziehungsweise zur Auftragsvergabe für ein Telehaus ausloten. Gleichzeitig werden behinderte und nichtbehinderte TelearbeiterInnen zu ihrer Arbeitserfahrung befragt, um daraus Anforderungsprofile und Gestaltungsbedarfe abzuleiten.

Geplant wird als nachfolgendes Modellprojekt der Aufbau eines integrativen Telehauses für Frauen mit und ohne Behinderungen in Dortmund mit Dependance im ländlichen Raum. In diesem Projekt sollen unterschiedliche Formen der Telearbeit erprobt werden: Telearbeit im Teleservicecenter, alternierende Telearbeit und Teleheimarbeit. Mit diesem Ansatz sollen Integrationsmöglichkeiten in Form der Arbeitsassistenz und des sozialen Managements für Frauen mit und ohne Behinderungen gefördert werden um zu effektiven und sozialen Arbeitskooperationen zu gelangen. Mit dem Aufbau des Telehauses wird nach einer Qualifizierungsphase eine dauerhafte Beschäftigung für die TeilnehmerInnen angestrebt.

Publikationen:
- Discher, Inga; Dr. Gudrun Richter-Witzgall, Martina Stackelbeck: Telearbeit - eine Chance für Frauen mit Behinderungen. Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW (Hrsg.) 1999

- Richter-Witzgall, Gudrun; Martina Stackelbeck unter Mitarbeit von Csilla Imre (1995): Evaluation des Sonderprogramms Aktion Integration. Sozialforschungsstelle Dortmund (Hrsg.). Beiträge aus der Forschung. Bd. 82 a. Dortmund 1995

- Georg, Arno; Martina Stackelbeck unter Mitarbeit von Silke Kutz (1998): Chancen und Risiken der Beschäftigten von Menschen mit Behinderungen aus der Sicht von Arbeitgebern. Fallstudien in Klein- und Mittelbetrieben. Sozialforschungsstelle Dortmund (Hrsg.). Beiträge aus der Forschung. Bd. 101. April 1998


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

D0107


Informationsstand: 01.08.2002

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