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22.06.2022 | 7,8 Millionen Menschen sind schwerbehindert

Destatis veröffentlicht Statistik

Tortendiagramm der Behinderungsarten 2021: Innere Organe 26%, Arme oder Beine 11%, Verlust Brust/ Brüste 2%, Wirbelsäule oder Rumpf 10%, Sehen 4%, Geistig oder seelisch 14%, Hören, Gleichgewichts- oder Sprachstörung 4%, Zerebrale Störung 9%, Nicht ausgewiesen 19% © REHADAT

Das statistische Bundesamt hat die neueste Statistik der schwerbehinderten Menschen veröffentlicht: danach lebten zum Jahresende 2021 in Deutschland rund 7,8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung – 1,4 % (108.000) weniger als zwei Jahre zuvor. (Dieser Rückgang beruht allerdings auf einer starken Bereinigung der Verwaltungsdaten in Niedersachsen.)

Der Anteil der schwerbehinderten Menschen an der gesamten Bevölkerung in Deutschland betrug damit 9,4 %. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.

Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war circa ein Drittel (34 %) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter. 3,1 Millionen Schwerbehinderte waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65, davon 1,6 Millionen zwischen 55 und 65.

Mit 90 % wurde der überwiegende Teil der Behinderungen durch eine Krankheit verursacht, nur rund 3 % der Behinderungen waren angeboren.

Körperliche Behinderungen hatten 58 % der schwerbehinderten Menschen: Bei 26 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen.  Geistige oder seelische Behinderungen hatten insgesamt 14 % der schwerbehinderten Menschen.

Mehr Informationen: Statistik der schwerbehinderten Menschen | REHADAT-Statistik

21.06.2022 | BMAS-Abschlussbericht

Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Deckblatt des BMAS-Abschlussberichts zur Teilhabebefragung

Das BMAS hat den Abschlussbericht zur Teilhabebefragung veröffentlicht. Die Teilhabestudie hat von 2017 bis 2021 die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen untersucht. Darunter auch die Teilhabe an Arbeit & Beschäftigung mit Fragen zum Erwerbsstatus und zur Arbeitszufriedenheit.

Durch den Vergleich zu Menschen ohne Beeinträchtigungen erschließen sich die Besonderheiten der Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Befragt wurden sowohl Personen in Privathaushalten als auch Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Altenpflege. Ziel war es, belastbare Aussagen über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen zu treffen und verbleibende Inklusionshürden zu identifizieren.

Zu den Berichtsbänden der Teilhabebefragung (2017-2022):
Zwischenberichte, Berichte in Leichter Sprache & Abschlussbericht | REHADAT-Literatur

02.06.2022 | Zu wenig passende Bewerbungen

IAB untersucht Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen

Deckblatt des IAB-Kurzberichts 11/2022 zur Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung

Das IAB (Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit) hat die Erfahrungen von Betrieben mit Menschen mit Schwerbehinderungen untersucht und z. B. die Frage gestellt, warum viele Betriebe die Schwerbehindertenquote nicht erfüllen.

77 Prozent der Betriebe gab als Grund für die Nichterfüllung der Schwerbehindertenquote eine zu geringe Zahl an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern mit Schwerbehinderungen an (77 %). Relativ häufig wurde als Grund auch die fehlende Flexibilität beim Kündigungsrecht genannt (19 %).

Weitere Ergebnisse: IAB-Kurzbericht: Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung | REHADAT-Statistik

01.06.2022 | Gemeinsam Barrieren abbauen

Teilhabe & Inklusion – der REHADAT-Podcast

In unserem neuen Podcast "Teilhabe & Inklusion" spricht Moderator Rufus Witt mit seinen Gästen über die Barrieren des täglichen Lebens und stellt Instrumente vor, um die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu gestalten.

Episoden und dazugehörige Transkripte finden Sie unter www.rehadat.de.

Abonnieren Sie uns bei Spotify, Apple Podcasts, deezer, amazon music oder podcast.de.

Es gibt komplexe Themen verständlich aufbereitet. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. 

31.05.2022 | Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe

REHADAT-Newsletter veröffentlicht

Logo REHADAT-Newsletter

Der neue REHADAT-Newsletter ist soeben erschienen – mit vielen Neuigkeiten zu REHADAT und zur beruflichen Teilhabe im Allgemeinen. Lesen Sie in dieser Ausgabe über folgende Themen:

  • REHADAT-kompakt: Der Grad der Behinderung im Arbeitsleben
  • Neues REHADAT-Erklärvideo: Das Budget für Arbeit
  • Hilfsmittelsuche erweitert
  • Welche Hilfsmittel werden gerade entwickelt?
  • Kurz erklärt: Was sind Maustasten-Emulatoren?
  • Neues Look-and-feel: Projekte online aktualisieren in REHADAT-Forschung
  • 80 Andere Leistungsanbieter
  • Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen für 2020
  • Ausbildung für junge Menschen mit geistiger Behinderung in NRW
  • Aktion Mensch-Umfrage zu Mobilität und Barrierefreiheit
  • Tagung zu Barrierefreiheit in Betrieb und Werkstatt
  • 21. REHAB in Karlsruhe
  • ICF-ANWENDERTAGE im September in Klagenfurt

Wir wünschen eine interesssante Lektüre! Hier können Sie den Newsletter aufrufen: www.rehadat.de/newsletter/aktuelle-ausgabe

23.05.2022 | Neues REHADAT-Erklärvideo

Das Budget für Arbeit einfach erklärt

Screenshot des Videos zum Budget für Arbeit © REHADAT

Das Budget für Arbeit soll werkstattberechtigten Menschen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Die einzelnen Schritte der Beantragung und was dabei zu beachten ist, beleuchtet das Erklärvideo zum Budget für Arbeit von REHADAT an einem Beispiel: Herr Esser möchte von einer WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln.

Im Video werden zentrale Themen wie die Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle, der Lohnkostenzuschuss für Unternehmen und eine eventuelle Begleitung am Arbeitsplatz durch eine Arbeitsassistenz etc. behandelt.

Hier geht es direkt zum REHADAT-Video: Budget für Arbeit

03.05.2022 | Mobilität durch Barrieren massiv eingeschränkt

Aktion Mensch-Umfrage zum 5. Mai

Tempo machen für Inklusion - barrierefrei zum Ziel! © Aktion Mensch

Mehr als ein Drittel der Menschen mit Beeinträchtigung traut es sich nicht zu, selbständig unterwegs zu sein und zu reisen (34 %). Unter den Menschen mit einer sichtbaren Beeinträchtigung ist dieses fehlende Vertrauen mit 57 % besonders ausgeprägt. Bei Menschen ohne Beeinträchtigung ist es hingegen nur eine Minderheit von 18 %.

Die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung der Aktion Mensch anlässlich des 5. Mai zu den Themen Mobilität und Barrierefreiheit zeigen: Menschen mit Beeinträchtigung nutzen genau so häufig öffentliche Verkehrsmittel wie Menschen ohne Beeinträchtigung. Zusätzlich müssen sie häufiger Termine bei Ärzten und Ärztinnen und Behörden wahrnehmen.

Durch die vielerorts fehlende Barrierefreiheit sind sie jedoch in ihrer Mobilität bedeutend schlechter gestellt als Menschen ohne Beeinträchtigung. 

Mehr Details: AktionMensch | REHADAT-Statistik

22.04.2022 | Beschäftigungsquote von über 6 % in Verwaltung, Kraftfahrzeug- und Bergbau

BA veröffentlicht Statistik für 2020

Tortendiagramm Beschäftigungpflichtige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber:  2020 gab es in Deutschland 173.326 beschäftigungspflichtige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Davon haben 128.533 schwerbehinderte Menschen beschäftigt. 44.793 haben keine beschäftigt. 68.453 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mussten keine Ausgleichsabgabe zahlen. © REHADAT

Einmal jährlich müssen beschäftigungspflichtige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Erfüllung ihrer Beschäftigungspflicht nachweisen. Auf Grundlage dieser Daten veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) die jährliche Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen.

Die Statistik wird jährlich mit einer 15-monatigen Wartezeit veröffentlicht. Sie liefert Informationen über die Anzahl der anzeigepflichtigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen und weiteren arbeitgeberbezogenen Merkmalen, wie die Anzahl der Pflichtarbeitsplätze (besetzt, unbesetzt) und die Ist-Quote. Daneben liefert sie Informationen über die Anzahl der schwerbehinderten, gleichgestellten und sonstig anrechnungsfähigen Personen in Beschäftigung, die bei diesen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern beschäftigt sind. Eine Aufteilung nach weiteren Merkmalen, wie zum Beispiel den Größenklassen, der Anzahl der Arbeitsplätze, den Wirtschaftszweigen und den Bundesländern ist zudem möglich.

Bei REHADAT-Statistik finden Sie die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick: Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen | REHADAT-Statistik

10.03.2022 | Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt

Poster zu Studie auf Reha-Kolloquium veröffentlicht

Ausschnitt Poster „Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt – Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen“

REHADAT war mit einem Poster auf dem 31. Reha-Kolloquium vertreten, das die Deutsche Rentenversicherung Bund als Hybrid-Kongress vom 7. bis 9. März in Münster durchführte. REHADAT hat eine Studie zum Thema „Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt – Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen“ vorgestellt.

Download des Posters und der Studie: Poster Reha-Kolloquium 2022 | rehadat.de

07.03.2022 | Das Angebot wächst

Jetzt über 70 Andere Leistungsanbieter bei REHADAT

Deutschlandkarte mit Anzahl der Anderen Leistungsanbieter pro Bundesland © REHADAT März 2022

Mit der Einführung der sogenannten Anderen Leistungsanbieter durch das Bundesteilhabegesetz wurde für Menschen mit Behinderungen eine Alternative zur beruflichen Bildung und zur Beschäftigung in der WfbM geschaffen. Mit Stand 07. März 2022 wurden bisher 71 Andere Leistungsanbieter an REHADAT gemeldet.

Die meisten davon (17) befinden sich in Niedersachsen. Insgesamt werden mehr Angebote bei der Leistungsform Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich gemacht (65). 23 der Anbieter bieten auch oder ausschließlich Leistungen im Arbeitsbereich an.

Eine Übersicht finden Sie hier: Andere Leistungsanbieter bei REHADAT-Adressen