News 10

26.03.2020 | 10,2 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung

Destatis veröffentlicht Ergebnisse des Mikrozensus

Logo des Statistischen Bundesamtes

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Ergebnisse des Mikrozensus 2017 zu den Lebenslagen behinderter Menschen veröffentlicht.

Danach lebten im Jahr 2017 in Deutschland 10,2 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in Privathaushalten. Im Durchschnitt war somit gut jeder achte Einwohner in Privathaushalten behindert.

Der größte Teil, nämlich rund 7,5 Millionen Menschen, war schwerbehindert, 2,8 Millionen Menschen lebten mit einer leichteren Behinderung.

70 % der behinderten Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren waren erwerbstätig oder suchten nach einer Tätigkeit, bei den gleichaltrigen Nichtbehinderten waren es 88 %. Behinderte Menschen zwischen 25 und 44 Jahren waren häufiger erwerbslos. Die Erwerbslosenquote betrug 6 %, die entsprechende Quote bei den Nichtbehinderten lag bei 4 %.

Befragt wurden ein Prozent der Haushalte – 758.000 Personen. Auf Grundlage der Antworten ist eine Schätzung der Gesamtzahl aller amtlich anerkannten behinderten Menschen möglich – also aller Personen mit einem Grad der Behinderung von 20 bis 100.

Mehr Informationen finden Sie hier: REHADAT-Statistik

26.03.2020 | Neuigkeiten bei REHADAT

Aktueller Newsletter ist erschienen

REHADAT-Newsletter-Icon: bunte Quadrate purzeln durcheinander

Soeben haben wir die aktuelle Ausgabe des REHADAT-Newsletters verschickt. Sie lesen darin Neuigkeiten bei REHADAT sowie zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Allgemeinen. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre mit diesen Inhalten:

  • Neue Ausgabe: Reha- und Teilhabeforschende 2020
  • „Mit Hörschädigung im Job“: Ergebnisse der REHADAT-Befragung veröffentlicht
  • IW-Report: Neue Technologien unterstützen den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung
  • Urteil: Keine Einladung bei interner Stellenbesetzung notwendig
  • Beinahe 600 EUTB-Beratungsstellen in REHADAT erfasst
  • Kommunale Behindertenbeauftragte: Wichtige Ansprechstellen in Sachen Barrierefreiheit
  • Mehr Zeit für Schwerbehindertenanzeige und Ausgleichsabgabe
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: BMAS berichtet über Perspektiven der Leistungserbringer
  • Interessen von sehbeeinträchtigten Menschen vertreten: Neuer betrieblicher Newsletter
  • In einem Inklusionsunternehmen arbeiten oder sogar eins gründen?
  • Neue Broschüre mit Erfahrungen, Fakten und Tipps rund um die inklusive Ausbildung
  • Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020: Preisverleihung auf 3. September verschoben
  • Seminare der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation
  • Corona-Prävention: REHADAT-Seminare im Mai abgesagt

Hier können Sie den Newsletter aufrufen: www.rehadat.de

23.03.2020 | Wieviele Anträge auf Arbeitsassistenz wurden gestellt?

NRW, Bayern und Hamburg vorn

Die Grafik zeigt die Fallzahlen der Tabelle grafisch mit Strichmännchen auf einer Deutschlandkarte

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 3.702 Anträge auf Arbeitsassistenz gestellt – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg. Eine Übersicht über alle Bundesländer finden Sie hier: www.rehadat-statistik.de

Die Zahlen wurden im Rahmen einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion "Entwicklung bei der Ausgleichsabgabe und der Beschäftigungspflicht von enschen mit Behinderungen" veröffentlicht. Daten zu Bewilligungen und Ablehnungen der Anträge auf Arbeitsassistenz liegen leider nicht vor.

Hintergrundinfo: Arbeitsassistenz ist eine regelmäßig und dauerhaft benötigte Unterstützung am Arbeitsplatz für sehr stark eingeschränkte schwerbehinderte Menschen, die ihre berufliche Tätigkeit nur mittels dieser persönlichen Unterstützung ausüben können. Arbeitsassistenzkräfte helfen bei Arbeiten, wie beispielsweise schwer erreichbare Werkzeuge anreichen, Gebärdensprache dolmetschen, handschriftliche Texte vorlesen oder Termine ausmachen, die ein schwerbehinderter Mensch aufgrund seiner Behinderung nicht selbst ausführen kann. Grundsätzlich übernimmt die Assistenzkraft dabei lediglich Hilfsarbeiten. Die Aufgaben, die den Beruf des schwerbehinderten Menschen ausmachen, müssen durch ihn selbst ausgeführt werden können. Mehr dazu im REHADAT-Lexikon: www.talentplus.de

17.03.2020 | Corona-Prävention

REHADAT-Seminare im Mai abgesagt

Ein blauer Kreis mit einem

Aufgrund der aktuellen Situation bezüglich des Corona-Virus in Deutschland hat REHADAT die nächsten Seminare im Mai abgesagt.

Folgende Seminare entfallen:

  • 6. Mai 2020: REHADAT-Seminar "Berufliche Teilhabe gestalten"
  • 7. Mai 2020: REHADAT-Seminar "Hilfsmittel – Welche gibt es und wer zahlt? Die Grundlagen der Hilfsmittelversorgung"

Die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Laufe des heutigen Tages per E-Mail informiert.

Die nächsten REHADAT-Seminare sind für September geplant. Informationen unter: www.rehadat.de/seminare

 

 

05.03.2020 | Ergebnisse veröffentlicht!

REHADAT-Befragung „Mit Hörschädigung im Job“

Grafik: Befragte nach Grad der Hörschädigung

Von April bis Juli 2019 führte REHADAT eine Online-Befragung durch mit dem Ziel, Details über die Arbeitssituation von Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit sowie deren Erfahrungen im Beruf herauszufinden.

Insgesamt beteiligten sich 753 Personen mit unterschiedlich stark ausgeprägten Hörschädigungen an der Befragung – alle Grade der Schwerhörigkeit waren zu beinahe ähnlich großen Anteilen vertreten.

Die wichtigsten Ergebnisse hier auf einen Blick:

  • 83 % der Befragten fühlen sich insgesamt gut im Job integriert.
  • 81 % können ihre berufliche Tätigkeit aufgrund der Arbeitsgestaltung im Großen und Ganzen uneingeschränkt ausüben.
  • 40 % der Befragten, die mit persönlichen Hörhilfen versorgt sind, sind mit ihrer persönlichen Hörhilfen-Versorgung nicht vorbehaltlos zufrieden.
  • 47 % fühlen sich ausreichend zum Thema Beruf im Zusammenhang mit ihrer Einschränkung informiert.
  • 25 % fühlen sich in ihrem Unternehmen nicht ausreichend unterstützt.

Weitere Details zur Umfrage lesen Sie hier: www.rehadat.de.

03.03.2020 | Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in KMU

Online-Umfrage bis 20. März

Logo der Aktion Mensch

Pia Knappheide, Studentin im Fach Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Bonn-Rhein/Sieg erstellt ihre Bachelorarbeit zum Thema "Inklusion von Menschen mit Behinderung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)" und wird dabei von der Aktion Mensch unterstützt.

Im Rahmen der Arbeit findet eine Online-Befragung von Betrieben statt. Es soll eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, indem bei Geschäftsführenden und Personalverantwortlichen in kleinen und mittelgroßen Unternehmen Folgendes erfragt wird:

  • Wie ist der Status quo in den befragten Unternehmen bezogen auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung?
  • Was hält Arbeitgeber*innen davon ab, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen?
  • Welcher Bedarf an Unterstützungsmöglichkeiten besteht konkret für Arbeitgeber*innen, Menschen mit Behinderung einzustellen bzw. zu beschäftigen?

Sie finden die Umfrage bis zum 20. März 2020 unter folgendem Link: https://ww2.unipark.de/uc/Inklusion_von_Menschen_mit_Behinderung/

25.02.2020 | Neue Technologien unterstützen den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung

IW veröffentlicht Ergebnisse einer Befragung von 1.200 Unternehmen

Ausschnitt Titelblatt IW-Report 7/2020: Betriebliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat im Sommer 2019 rund 1.200 Unternehmen zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung befragt. Erfreuliches Ergebnis: die neuen Technologien erleichtern den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung und wirken sogar als Beschäftigungstreiber.

Insgesamt sehen fast 30 Prozent der Unternehmen in der Digitalisierung neue Chancen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Smartphones oder Tablets zum Beispiel erlauben ortsunabhängiges Arbeiten – das ist gerade für Menschen mit Behinderung vorteilhaft, denn sie sind öfter in ihrer Mobilität eingeschränkt oder müssen regelmäßige medizinische Termine wahrnehmen und deshalb in der Nähe ihres Wohnorts bleiben. Ähnliche Vorteile bringen Online-Kommunikationsdienste beim Informationsaustausch mit Kollegen und Kunden.

Es stellte sich allerdings auch heraus, dass sich nur knapp 60 Prozent aller Unternehmen mit Erfahrung in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ausreichend über behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung (z. B. Hilfsmittel) informiert fühlen. Und nur 45 Prozent gaben an, ausreichend über die Rekrutierung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung Bescheid zu wissen.

Den IW-Report „Betriebliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung“ können Sie hier finden: www.iwkoeln.de.

21.02.2020 | Nur 1 von 100 steigt wieder in den Beruf ein

Neue Studie der Universität Bremen

Eine Person steht in einem dunklen Raum vor einem Fenster und schaut nach draußen ins Helle

Trotz anfänglich hoher Motivation schaffen nur ganz wenige Empfängerinnen und Empfänger einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente den Wiedereinstieg in den Job. Aus einer kürzlich veröffentlichten Studie geht hervor, dass dies durchschnittlich nur einem von hundert Befragten gelingt. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde von der Jacobs University Bremen in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen durchgeführt.

Im Jahr 2018 bezogen bundesweit 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente, die allermeisten aufgrund von psychischen Problemen. Die monatliche Rente betrug durchschnittlich 795 Euro. Die Wissenschaflter und Wissenschaftlerinnen untersuchten über einen Zeitraum von 17 Monaten die Erwartungen und Erfahrungen von Betroffenen. Zudem betrachteten sie die Faktoren genauer, die eine Rückkehr unterstützen. 453 Personen nahmen im Gebiet der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen an der Studie teil, ihr Durchschnittsalter betrug 50 Jahre.

Mehr Information: https://rehanews24.de

07.02.2020 | DIHK-Fachkräftereport 2020:

Fachkräftesuche bleibt Herausforderung

Logo DIHK-Fachkräftereport 2020

Anfang Februar ist der DIHK-Fachkräftereport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erschienen. An der Erhebung zum Thema Fachkräftesicherung haben sich rund 23.000 Unternehmen beteiligt. Die Befragung war eingebettet in die DIHK-Konjunkturumfrage, die im Herbst 2019 in Zusmmenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin große Schwierigkeiten hat Fachkräfte zu finden. So gaben 47 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sich die Besetzung vakanter Stellen nicht ohne Probleme gestaltet. Insbesondere bei den Gesundheits- und Sozialdienstleistern hat sich die Personalnot im Vorjahresvergleich noch verstärkt. Quelle: DIHK, www.dihk.de

Angesichts der Schwierigkeiten vieler Unternehmen und Branchen bei der Stellenbesetzung, lohnt es sich sicherlich, Menschen mit Behinderung als Fachkräftessource für den Arbeitsmarkt stärker in den Blick zu nehmen. Immerhin sind 42 Prozent der 7,8 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderung im erwerbsfähigen Alter.

Den kompletten DIHK-Fachkräftereport können Sie hier downloaden: https://www.dihk.de/resource/blob/17812/f1dc195354b02c9dab098fee4fbc137a/dihk-report-fachkraefte-2020-data.pdf

31.01.2020 | REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Aktuelle Ausgabe

Schriftzug: REHADAT-Neuigkeiten, umgeben von bunten Quadraten

Wir haben Neuigkeiten bei REHADAT und allgemeine Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Leichter Sprache veröffentlicht.

Es gibt folgende Inhalte:

  • REHADAT-Statistik: Internet-Portal neu gemacht
  • Wahlen in Hamburg und Bayern
  • Beauftragter für Menschen mit Behinderungen: Teilhabe-Empfehlungen für die Bundes-Regierung
  • Video-Tipp: Gehörlose LKW-Fahrer
  • Lese-Tipp in Einfacher Sprache: Internet – Ein Heft über die digitale Welt
  • Wörter in Schwerer Sprache

Hier können Sie den Newsletter direkt im Internet aufrufen: www.rehadat.de