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Behinderte und chronisch kranke Studierende

Ausgewählte Ergebnisse

Behinderte oder chronisch kranke Studierende, die im Studium beeinträchtigt sind:

  • planen eine längere Studiendauer ein
  • wechseln häufiger das Hauptfach und unterbrechen häufiger ihr Studium
  • interessieren sich stärker für eine Flexibilisierung des Studiums
  • leiden wesentlich häufiger als gesunde Studierende unter starken Belastungen im Studium: Leistungsanforderungen, Orientierungsproblemen, Anonymität, Prüfungen, Zeitdruck, der finanzielle Situation, unsicheren Berufsaussichten, fehlenden Partnerschaften etc.

Die zwölfte Erhebung zur Studiensituation an Universitäten und Fachhochschulen wurde im WS 2012/13 von der Arbeitsgruppe Hochschulforschung an der Universität Konstanz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Im 12. Studierendensurvey wurde erstmalig die Frage zu einer Behinderung oder chronischen Erkrankungen bei Studierenden gestellt und in einer Sonderauswertung (veröffentlicht im November 2014) thematisiert.

Insgesamt beteiligten sich an der Befragung 4.884 Studierende. Unter diesen Studierenden befinden sich 532 Studierende, die eine Behinderung (116) bzw. eine chronische Krankheit (416) angeben. Durch diese Behinderung bzw. Krankheit sehen sich 393 Studierende in ihrem Studium beeinträchtigt, davon 167 wenig (schwach) und 226 teilweise bis stark (stärker). Differenziert man nach dem Geschlecht, so handelt es sich bei dieser Gruppe um 151 Studenten und 239 Studentinnen.