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Sachsen: Auf dem Weg zur inklusiven Hochschule

Ausgewählte Ergebnisse

  • Viele beeinträchtigt Studierende suchen zu spät oder gar nicht die Beratungs- und Kontaktstellen auf. Bessere Informationsangebote könnten hilfreich sein.
  • Mit flexiblen Studienmodellen könnte auf die verschiedenen Bedarfe besser eingegangen werden.
  • Beim Lehrpersonal herrscht Unsicherheit im Umgang mit Studierenden mit Behinderung.
  • In Lehre und bei Prüfungen sind Einzelfallregelungen zur Schaffung geeigneter Studienbedingungen gängiges Prinzip. Dies ist nicht ausreichend mit Blick auf die Entwicklung allgemeiner Rahmenbedingungen.
  • In Prüfungen sind Nachteilsausgleiche geregelt. Eine breitere Varianz möglicher Prüfungsleistungen könnte einen inklusiven Ansatz noch stärken – unter strenger Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes.
  • Bauliche Barrierefreiheit für Mobilitätsbeeinträchtigte ist in den untersuchten Einrichtungen nur zum Teil gegeben – für Sinnesbeeinträchtigte nur in wenigen Fällen.

In der Studie sollte die gegenwärtige Situation der Studierenden und Beschäftigen mit Behinderungen an den sächsischen Einrichtungen der Hochschulbildung abgebildet werden. Untersucht wurden Aspekte der kommunikativen und baulichen Barrierefreiheit, der Studiendurchführung, Prüfungs- und Lehrsituation, Information und Beratung, Interessensvertretung sowie Nachteilsausgleiche. Es ist eine qualitative Studie, die die Perspektive der Akteure und Betroffenen in den Fokus rückt. Die Ergebnisse basieren auf Aussagen von 233 befragten Experten.

Die Erhebung wurde durch die damit beauftragte ZAROF GmbH an 14 staatlichen Hochschulen, den 7 Standorten der Berufsakademie Sachsen, den Studentenwerken, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie an den Landesforschungseinrichtungen durchgeführt.

Die Studie wurde im August 2016 veröffentlicht.