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Kultusministerkonferenz

1. Bildungsbericht: Bildung in Deutschland 2018

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2016/17 wurden 3 Prozent aller eingeschulten Kinder direkt in eine Förderschule eingeschult  - das entspricht deutschlandweit 21.700 Kindern, die nicht in eine Regelschule eingeschult werden.
  • Mit einem Anstieg auf 7 % aller Schülerinnen und Schüler gab es 2016 ererneut mehr Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischer Förderung als in den Vorjahren.
  • Dabei findet sonderpädagogische Förderung weiterhin überwiegend in Förderschulen statt.
  • Bundesweit liegt der Inklusionsanteil bei nunmehr 39 %, lediglich in 4 Ländern wird die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in allgemeinen Schulen unterrichtet.
  • Das Angebot eigenständiger Förderschulstandorte hat sich in vielen Ländern und Kreisen kaum verändert

Der Bildungsbericht wird durch die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch eine Gruppe unabhängiger Wissenschaftler erstellt.

„Bildung in Deutschland“ erscheint alle 2 Jahre als umfassende und empirisch fundierte Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens: von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung über die allgemeinbildende Schule und die non-formalen Lernwelten im Schulalter, die berufliche Ausbildung und Hochschulbildung bis hin zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.

Mehr Informationen und alle Ausgaben des Bildungsberichts finden Sie unter www.bildungsbericht.de.

2. Sonderpädagogische Förderung an Schulen 2007 bis 2016

  • Im Jahr 2016 wurden in Deutschland gut 523.800 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischer Förderung unterrichtet.
  • Davon entfielen 191.200 (36,5 %) auf den Förderschwerpunkt Lernen und 321.500 (63,5 %) auf sonstige Förderschwerpunkte.
  • Neben dem Schwerpunkt Lernen waren geistige Entwicklung, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung die am stärksten vertretenen Förderschwerpunkte, wobei für den letztgenannten Schwerpunkt seit 2007 ein Anstieg von nahezu 65 % der Schülerinnen und Schüler bzw. eine Erhöhung des Anteils von 10,8 % auf 16,6 % an allen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischer Förderung festzustellen ist.
  • Seit 2007 ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischer Förderung in allgemeinen Schulen und Förderschulen von 5,8 % auf 7,0 % aller Schülerinnen und Schüler im Alter der Vollzeitschulpflicht gestiegen.

Diese Veröffentlichung gibt einen statistischen Überblick über die sonderpädagogische Förderung an Schulen in Deutschland und erscheint im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Im Vordergrund stehen die Zahlen zu Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die differenziert nach Förderschule und allgemeinen Schulen sowie nach Ländern dargestellt werden. Neben den Absolutzahlen werden mit der Förderquote und der Förderschulbesuchsquote in dieser Dokumentation auch wichtige Kennzahlen veröffentlicht. Die Daten basieren auf Umfragen in den Kultusministerien der Länder und umfassen einen Zeitraum von 10 Jahren.

(Dokumentation Nr. 214 – Juni 2018)