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Integrations-Bericht WfbM Niedersachsen 2017

Ausgewählte Ergebnisse

  • Am Stichtag 31.10.2017 wurden in Niedersachsen insgesamt 34.069 behinderte Menschen in 79 anerkannten Werkstätten beschäftigt, gefördert und betreut.
  • Davon waren 3.909 im Eingangsverfahren (EV)/ Berufsbildungsbereich (BBB) und 28.610 im Arbeitsbereich. In Förder-Gruppen, die der Werkstatt angegliedert sind, waren 1.550 Menschen.
  • Im BBB ist die Belegung seit Jahren nur leicht schwankend, im Vergleich zu 2016 ging sie um 0,1 % zurück. Im Arbeitsbereich steigt die Belegung weiterhin kontinuierlich an, hier ist im Vergleich zu 2016 ein Zugang von 1,3 % Beschäftigte zu verzeichnen. Insgesamt wuchs die Belegung in den WfbM um 1,1%.
  • Die Anzahl der Beschäftigten und der Teilnehmer im BBB, die auf einem ausgelagerten Einzel-Arbeitsplatz als weitergehende Maßnahme beschäftigt werden, ist kontinuierlich gestiegen. Insgesamt wurden 2017 im BBB 142 (3,63%) Teilnehmer und im Arbeitsbereich 1.464 (5,12%) Beschäftigte auf einem ausgelagerten Einzel-Arbeitsplatz beschäftigt, zusammen genommen 1.606 Personen (4,94%).
  • Die Anzahl der behinderten Menschen, die in Außenarbeitsgruppen der WfbM eingesetzt werden, ist im Vergleich zu 2016 wieder leicht angestiegen. 2016 wurden 1.023 (3,18%) der behinderten Menschen in Außenarbeitsgruppen beschäftigt. Davon 75 (1,92%) Teilnehmer im BBB und 948 (3,36%) Beschäftigte im WfbM-Arbeitsbereich. In 2017 waren es 1040 behinderte Menschen (3,2%), davon 54 (1,38%) im EV/BBB und 986 (3,45%) im Arbeitsbereich.
  • In 2017 wurden insgesamt 1553 behinderte Menschen aus WfbM (4,78%) befristet zur Erprobung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt. Davon 668 Teilnehmer aus dem BBB (17,1% der BBB-Teilnehmer) und 885 Beschäftigte aus dem WfbM-Arbeitsbereich (3,01%). Im Vergleich zu 2016 stieg die Anzahl der befristeten Übergänge/Praktika auf den allgemeinen Arbeitsmarkt um 12,6% deutlich an (im BBB im Vergleich zu 2016 um 14,1% und im Arbeitsbereich um 11,5%).
  • Die Anzahl der dauerhaften Integrationen aus dem WfbM-Arbeitsbereich heraus ist im Vergleich zu 2016 geringer, im Vergleich zu 2008 (Einführung des bisherigen Budgets für Arbeit in Niedersachsen) jedoch deutlich (um 155%) gestiegen.
  • Aus dem BBB heraus wurden ebenso wie 2016 insgesamt 12 Teilnehmer (0,31%) dauerhaft auf den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert. Aus dem Arbeitsbereich heraus waren es 56 Beschäftigte (0,20%), 2016 waren es 69 Beschäftigte (0,24%). Insgesamt liegt die Quote der dauerhaften Integrationen für 2017 bei 0,21 %, 2016 waren es 0,25%.
  • Von den 79 niedersächsischen WfbM konnten im Jahr 2017 insgesamt 34 (43,0%) dauerhafte Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt realisieren – davon 24 WfbM mit Hilfe des Budgets für Arbeit.
  • Das bisherige Budget für Arbeit wurde 2008 in Niedersachsen eingeführt. Insgesamt erfolgten von 2008 bis 2015 aus den Werkstätten heraus 281 Integrationen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, davon 136 mit Hilfe des Budgets für Arbeit.
  • In 2016 nahmen insgesamt 28 Personen aus insgesamt 16 WfbM in 17 Landkreisen/kreisfreien Städten sowie der Region Hannover das Budget für Arbeit in Anspruch, 5 davon bei öffentlichen Arbeitgebern.
  • Zum 1.7.2017 wurden die Voraussetzungen und Leistungen für das Budget für Arbeit in Niedersachsen verändert und bereits an die ab 1.1.2018 geltenden Bedingungen des § 61 SGB IX angelehnt. Ab Juli 2017 stieg die Inanspruchnahme des Budgets für Arbeit dann deutlich an. Waren es 2016 noch 28 Budgets für Arbeit, konnten 2017 bereits 43 Budgets realisiert werden, 11 davon bis 30.6.2017 und weitere 32 ab 1.7.2017. Nur 3 von den 43 Übergängen, die mit dem Budget für Arbeit in 2017 realisiert wurden, konnten bei öffentlichen Arbeitgebern erfolgen.

Wie jedes Jahr hat die Agentur für Arbeit Hannover der Bundesagentur für Arbeit auch für 2017 die Beschäftigung und Übergänge vom Menschen mit Behinderung aus WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt in Niedersachsen statistisch erfasst und ausgewertet.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Niedersachsen hat o.g. Zahlen des Berichts im Mai 2018 auf ihrer Internetseite veröffentlicht.