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Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen

Eine offizielle Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen existiert nicht. Für eine jährliche Darstellung werden jedoch Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen auf Basis eingeschränkter Bezugsgrößen ermittelt (s. methodische Hinweise).

  • Die Arbeitslosenquote schwerbehinderter (und ihnen gleichgestellter) Menschen lag 2018 bei 11,2%.
  • Sie ist deutlich höher als eine entsprechend berechnete personengruppenübergreifende Referenzquote (2018: 6,5%).
  • Im Vorjahresvergleich nahm die bundesweite Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen um 0,5 Prozentpunkte ab, während sich die personengruppenübergreifende Referenzquote um 0,7 Prozentpunkte reduzierte.
  • Gegenüber 2009 wird bei den arbeitslosen schwerbehinderten Menschen ein Minus von 3,4 Prozentpunkten ausgewiesen, im Vergleichzu -4,0 Prozentpunktebei der Referenzquote.
Arbeitslosenquoten: Alle Arbeitslosen und arbeitslose Schwerbehinderte im Vergleich von 2008 bus 2018

Methodische Hinweise:

  • Bei der Quotenbildung wird die Arbeitslosenzahl des jeweiligen Jahres auf die Zahl der schwerbehinderten abhängigen Erwerbspersonen des Vorjahres bezogen.
  • Die abhängigen Erwerbspersonen setzen sich wie folgt zusammen: arbeitslose Schwerbehinderte, beschäftigte Schwerbehinderte bei Arbeitgebern mit 20 oder mehr Arbeitsplätzen und beschäftigte Schwerbehinderte bei Arbeitgebern mit weniger als 20 Arbeitsplätzen. Letzterer Wert wird nur alle 5 Jahre erhoben und deshalb bis zum Vorliegen aktuellerer Werte für die folgenden Jahre übernommen.
  • Jahresdurchschnitte zu beschäftigten Schwerbehinderten bei Arbeitgebern mit 20 oder mehr Arbeitsplätzen können in Analogie zur jahresdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit bis derzeit 2016 berechnet werden. Entsprechend können die Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen auf Basis eingeschränkter Bezugsgrößen bis derzeit einschließlich 2017 berechnet werden. Bei der Interpretation der Quoten sollte unbedingt beachtet werden, dass die Bestandteile der Bezugsgröße - sowie oben dargestellt - unterschiedlich erhoben werden und zeitlich auseinanderliegen.
  • Zum Vergleich wird eine personengruppenübergreifende Referenzquote gebildet. Dabei werden alle Arbeitslose auf folgende Teilkomponenten der Bezugsgröße zur Berechnung der Arbeitslosenquote auf Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen bezogen: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte und Arbeitslose. Damit werden die Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen und die personengruppenübergreifenden Referenzquoten analog berechnet.