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Statistik der schwerbehinderten Menschen

Ausgewählte Ergebnisse 2015

  • Zum Jahresende 2015 lebten rund 7,6 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Das waren rund 67.000 (0,9 %) mehr als am Jahresende 2013.
  • 2015 waren somit 9,3 % der gesamten Bevölkerung in Deutschland schwerbehindert.
  • Im erwerbsfähigen Alter (zwischen 18 und 65 Jahre) waren 3,2 Mio Menschen - davon die Hälfte zwischen 55 und 65 Jahren.
  • Mit 86 % wurde der überwiegende Teil der Behinderungen durch eine Krankheit ver­ursacht. 4 % der Behinderungen waren angeboren beziehungsweise traten im ersten Lebensjahr auf. 2 % waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.
  • Knapp zwei von drei schwerbehinderten Menschen hatten körperliche Behinderungen: Bei 25 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 13 % waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 12 % Wirbelsäule und Rumpf. In 5 % der Fälle lag Blindheit beziehungsweise eine Sehbehinderung vor. 4 % litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei 2 % Grund für die Schwerbehinderung.
  • Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 12 % der Fälle, auf zerebrale Störungen 9 %. Bei den übrigen Personen (18 %) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.
  • Bei knapp einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (24 %) war vom Versorgungs­amt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 33 % wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

(veröffentlicht am 24.10.2016)

Die Statistik der schwerbehinderten Menschen wird alle zwei Jahre durch das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Die Daten stammen von den Versorgungsämtern, die zuständig für die Anerkennung der Schwerbehinderung sind.

Die Statistik enthält die Zahl der schwerbehinderten Menschen mit gültigem Ausweis sowie Informationen über deren Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit und Wohnort sowie Art, Ursache und Grad der Behinderung. Die Art der Behinderung wird einer Klassifikation mit 55 Kategorien zugeordnet.

Die Statistik der schwerbehinderten Menschen ist eine Totalerhebung. Trotzdem handelt es sich nicht um eine Vollerhebung, da nicht alle in Betracht kommenden Personen einen Schwerbehindertenausweis beantragen (z. B. weil sie keine Vorteile darin sehen oder weil sie Nachteile befürchten).