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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsbiografische Bedingungen für die Optimierung von Prozessen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Detka, Carsten; Ohlbrecht, Heike; Kuczyk, Susanne [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 236-238


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Im Rahmen der Datenanalysen in der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie 'Präventive Gesundheitsstrategien - aus BEM lernen' trat deutlich zutage, dass ein wesentlicher Bedingungsrahmen für den Erfolg von BEM-Prozessen in biografischen, insbesondere berufsbiografischen Bedingungen liegt, die sich bereits vor dem BEM-Verfahren oder sogar vor der Manifestation gesundheitlicher Schwierigkeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer manifestiert beziehungsweise aufgeschichtet haben. Der Beitrag fokussiert solche systematischen (berufs-)biografischen Bedingungen für BEM-Prozesse. Die Befunde gründen in einem Forschungsprojekt, dessen Ziel es war, den Umgang mit bedingter Gesundheit sowie Strategien zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit in betrieblichen Wiedereingliederungsprozessen insbesondere in KMU zu untersuchen.

Ein Schwerpunkt bestand dabei in der Frage, wann und in welcher Form präventive Strategien ansetzen könnten, um krankheitsbedingte Ausfälle zu vermeiden und damit eine Wiedereingliederung überflüssig zu machen. Dafür war nicht allein die Analyse konkreter Prozesse der beruflichen Wiedereingliederung in KMU von Bedeutung, sondern auch die Analyse berufsbiografischer Verläufe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ein BEM durchlaufen haben. Auf diese Weise ließ sich in den Blick nehmen, wie sich Gesundheitsrisiken in konkreten Berufsbiografien zu einer Bedrohung der Beschäftigungsfähigkeit aufschichten und welche Einflussfaktoren dabei eine hemmende oder befördernde Rolle spielen.

Als Fazit wird gezogen, dass, wenn biografische Bedingungen einen relevanten Einfluss auf den praktischen Verlauf eines BEM-Verfahrens haben, etwa darauf, wie sich die BEM-Berechtigten auf ein BEM-Verfahren - und dabei auch auf die in der Praxis sehr unterschiedlich ausgestaltete Ansprache und Interaktionsform in BEM-Prozessen - einstellen können, zu fragen ist, wie solche biografischen Bedingungen in der Praxis von BEM-Prozessen Berücksichtigung finden können. Denkbar wäre eine besondere Sensibilisierung von BEM-Beauftragten für solche Bedingungen im Rahmen eines Weiterbildungsangebotes.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129757


Informationsstand: 24.05.2019

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