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Bibliographische Angaben zur Publikation

Internet- und mobilbasierte Nachsorge und Rückfallprävention bei psychischen Störungen: Systematische Übersichtsarbeit und Implikationen für die Rehabilitation

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Hennemann, Severin; Farnsteiner, Sylvia; Sander, Lasse


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 176-177


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Viele psychische Störungen sind durch ein erhöhtes Rückfallrisiko oder fluktuierende Krankheitsverläufe gekennzeichnet (Olmsted, Kaplan & Rockert, 2005; Paykel, Brugha & Fryers, 2005). Maßnahmen der Tertiärprävention (z.B. Rehabilitation, Rückfallprophylaxe, Nachsorge) sollen Krankheitsrückfällen oder Re-Hospitalisierung vorbeugen, die Funktionsfähigkeit verbessern und Behandlungserfolge stabilisieren. Internet- und mobilbasierte Interventionen (IMIs) können in diesem Kontext eine niedrigschwellige und effiziente Erweiterung bestehender Instrumente zur Aufrechterhaltung der mentalen Gesundheit darstellen (Sander, Ebert & Baumeister, 2017), bislang fehlt jedoch eine Übersicht der Studienlage.

Das vorliegende Review stellt die erste systematische Übersicht zu IMIs in der Nachsorge und Rückfallprävention psychischer Störungen dar. Die eingeschlossenen Studien veranschaulichen die Diversität der Anwendungsfelder sowie das Potenzial in der Tertiärprävention, insbesondere im Bereich der Rehabilitation. Es konnten Hinweise für die Effektivität von IMIs in der Symptomreduktion sowie der Lebensqualität gefunden werden, die vergleichbar sind mit Befunden zu herkömmlichen Nachsorge- oder Präventionsmaßnahmen. Insgesamt ist die Evidenzlage jedoch noch eingeschränkt. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist die Heterogenität der Studien bezüglich verschiedener Störungsbilder, Interventionsarten oder Messinstrumenten zu berücksichtigen. Qualitativ hochwertige Studien (z. B. größere Stichproben, konsequente ITT-Analysen, Berücksichtigung von Co-Interventionen, längere Follow-Up-Zeiträume) sind erforderlich, um bestehende Forschungsergebnisse zu festigen und auf bislang unterbeforschte Störungsbilder und Anwendungsfelder zu erweitern. Nächste Schritte sind die Optimierung effektiver IMIs und deren wissenschaftlich begleitete Implementierung in die Routineversorgung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV129734


Informationsstand: 01.07.2019

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