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Umfragen der Aktion Mensch

1. Barrierefreiheit in deutschen Städten

Menschen mit Behinderung scheinen heute besser in das gesellschaftliche Leben eingebunden zu sein als noch vor vier Jahren: 37 Prozent aller Befragten meinen, in ihrer Stadt hat sich diesbezüglich viel bewegt, 2012 waren es 30 Prozent. Befragte mit Behinderung beurteilen das nicht ganz so positiv, hier stimmen aktuell 33 Prozent der Aussage zu, dass sich auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in ihrer Stadt viel bewegt hat. Das bedeutet eine Steigerung von 6 Prozentpunkten im Vergleich zu 2012. Handlungsbedarf sehen 81 Prozent der Gesamtbevölkerung vor allem bei der Zugänglichkeit von Gebäuden und Plätzen sowie der Nutzbarkeit der öffentlichen Infrastruktur. Dicht darauf folgt der Wunsch nach Verbesserungen beim privaten Wohnen, im öffentlichen Nahverkehr, Zügen und Flugzeugen sowie im Arbeitsmarkt.

Für die Umfrage zum Thema "Barrierefreiheit in deutschen Städten" hat die Aktion Mensch 1.295 Personen zwischen 18 und 65 Jahren in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main sowie rund 1.000 Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die unabhängige Online-Erhebung wurde im April 2016 durchgeführt (erste Messung April 2012).

Mehr Informationen hier: https://www.aktion-mensch.de/presse/pressemitteilungen/detail.php?id=3711&preview=y&pt=ueberregional

2. Deutsche wünschen sich mehr Barrierefreiheit

77 Prozent der Deutschen halten Barrierefreiheit für äußerst wichtig oder wichtig. Das zeigt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Aktion Mensch. Barrierefreiheit bedeutet, dass Räumlichkeiten, Medien oder Einrichtungen von jedem Menschen ohne fremde Hilfe aufgefunden und benutzt werden können.

In welchen Bereichen steckt das größte Potenzial zum Abbau von Barrieren? Hier sind sich die Befragten größtenteils einig: 83 Prozent sind der Meinung, dass es besonders wichtig ist, das Bewusstsein für Barrieren in der Bevölkerung zu stärken. Strengere gesetzliche Vorgaben halten 77 Prozent der Befragten für wichtig, um Barrieren nachhaltig abzubauen. In digitalen Innovationen wie Apps oder spezieller Software sehen immer noch 62 Prozent der Deutschen Potenzial für den Abbau von realen Barrieren. Dieser Wert ist unter den befragten Personen mit Behinderung zum Teil deutlich höher. So sehen beispielsweise 78 Prozent der befragten Rollstuhlfahrer in digitalen Innovationen einen sinnvollen Lösungsansatz.

Die Aktion Mensch hat insgesamt 2.000 Personen ab 18 Jahren, bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht, Region und Wahlverhalten sowie mit und ohne Behinderung befragt, unter ihnen auch 52 Personen im Rollstuhl. Die unabhängige Online-Befragung wurde im Januar 2016 durchgeführt.

Weitere Informationen hier: www.aktion-mensch.de/presse/pressemitteilungen/detail.php?id=2531