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Mobilität in Deutschland 2017

Ausgewählte Ergebnisse

Ausmaß und Auswirkungen gesundheitsbedingter Mobilitätseinschränkungen

  • 13  Prozent der Gesamtbevölkerung sind von gesundheitlichen Einschränkungen betroffen. Bei etwas mehr als der Hälfte davon (sieben Prozent) führt dies zu einer Beeinträchtigung der Mobilität. Ab einem Alter von 50 Jahren nehmen gesundheitsbedingte Mobilitätseinschränkungen stark zu.
  • In Deutschland leben rund elf Millionen Menschen in einem Haushalt ohne Auto. 15 Prozent der Personen geben gesundheitliche Gründe für den Nicht-Besitz eines Pkw an. Dies entspricht 1,6 Millionen Menschen. Der Anteil variiert stark in Abhängigkeit vom Alter. Unter 60 Jahren besitzen nur drei Prozent der Personen aus gesundheitlichen Gründen keinen Pkw, bei den ab 80-Jährigen sind es über 50 Prozent.
  • Mobilitätseinschränkungen schlagen sich deutlich in den Mobilitätskennwerten nieder. Senioren mit Mobilitätseinschränkungen legen weitaus weniger Kilometer pro Tag zurück als der Durchschnitt aller Senioren. Mobilitätseingeschränkte Senioren sind besonders oft als Mitfahrer im Auto unterwegs. Der Anteil des Öffentlichen Verkehrs an allen Wegen fällt bei den mobilitätseingeschränkten Senioren niedriger aus als bei den Senioren insgesamt.

(Ergebnisbericht, veröffentlich im Dezember 2018, s. Kapitel 12: Gesundheitsbedingte Einschränkungen: Einfluss auf die Mobilität einer alternden Gesellschaft, S. 99 ff)

Nach 2002 und 2008 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 2017 das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH zum dritten Mal mit der Durchführung der Studie Mobilität in Deutschland (MiD) beauftragt.

Die Feldphase der aktuellen Erhebung fiel in die Zeit zwischen Mai 2016 und September 2017. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten sich in einem mehrstufigen Verfahren schriftlich, telefonisch oder online beteiligen. Innerhalb der realisierten Gesamtstichprobe von 156.420 Haushalten entfielen 33.389 Haushalte auf die bundesweite Basisstichprobe und 123.031 auf regionale Vertiefungen. Befragt wurden insgesamt 316.361 Personen, die über 960.619 Wege an ihren jeweiligen Stichtagen berichteten.