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ADAC Rastanlagentest 2013

Ausgewählte Ergebnisse

  • Bei den Autohöfen Niederdorf, Parsberg, Plötzin und Schweitenkirchen stand noch nicht einmal ein Behinderten-Parkplatz zur Verfügung.
  • Ein vollständig barrierefreier Zugang zum Gebäude konnte lediglich den Autohöfen Leuna und Sangerhausen sowie der Raststätte Michendorf Nord attestiert werden.
  • Bei mehr als 40 Prozent der Anlagen, insbesondere den Autohöfen, musste ein Rollstuhlfahrer auf seinem Weg zum Gebäude über die Fahrbahn, weil zum Beispiel Bordsteine nicht abgesenkt waren.
  • Bei 28 Prozent, und zwar mehr Raststätten als Autohöfen, waren schwergängige Türen zu öffnen, bei 15 Prozent waren der Zugang nicht ebenerdig oder Rampen zu steil.
  • Problematisch auch, dass 35 Prozent der Behinderten-Toiletten weiter als 30 Meter, fast ein Viertel sogar weiter als 50 Meter vom Behinderten-Parkplatz entfernt waren.
  • Behinderten-Toiletten gab es bis auf die Raststätte am Hockenheimring West, wo man zur Tankstelle musste, überall im Gebäude selbst, aber: In nur 40 Prozent der Anlagen waren sie auch bedarfsgerecht.
  • Vor allem bei den Autohöfen waren sie zu klein, schlecht ausgestattet oder sie dienten gleichzeitig als Baby-Wickelraum, ja manchmal sogar als Rumpelkammer.
  • Mit Ausnahme von Harburger Berge Ost waren sie in allen Raststätten mit dem Euro-Schlüssel zu öffnen. In den Autohöfen sperrte er nur in neun Fällen die Tür auf. Das aber heißt, der Behinderte ist auf die Hilfe eines Mitarbeiters angewiesen. Ein Umstand, der sich kostengünstig lösen ließe.

Der ADAC hat 2013 bei seinem Test 40 Raststätten und Autohöfe in Deutschland unter die Lupe genommen.