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Leistungen der Eingliederungshilfe

1. Destatis: Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Ausgewählte Ergebnisse 2017

  • 2017 wurden in Deutschland 17,2 Milliarden Euro für die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ausgegeben
  • dies entsprach einer Steigerung um 4,4 % gegenüber 2016

davon:

  • Leistungen in anerkannten Werkstätten: 4,8 Milliarden Euro
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: 35 Millionen Euro
  • Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf: 14 Millionen Euro
  • Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Beschäftigung: 1,1 Millionen Euro

Die Sozialhilfestatistik liefert Ergebnisse über die Zahl und Struktur der Sozialhilfeempfänger sowie über die mit den Hilfeleistungen nach dem SGB XII verbundenen finanziellen Aufwendungen.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist eine Leistung der Sozialhilfe. Es gilt der Grundsatz der Nachrangigkeit, das heißt, Sozialhilfe wird nur geleistet, wenn die betroffene Person sich nicht selbst helfen kann oder die notwendige Unterstützung nicht durch vorrangige Dritte (z. B. Angehörige oder Sozialversicherungsträger) erlangen kann.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem SGB XII wird - je nach individuellem Bedarf und benötigten Leistungen - entweder durch die örtlichen Träger der Sozialhilfe (Kreise und kreisfreie Städte) oder durch überörtliche Träger der Sozialhilfe erbracht.

(Basisdaten und lange Zeitreihen zur Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe nach § 121 SGB können über die Tabellen "Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe" (22111) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.)

(Stand: August 2018)

2. Kennzahlenbericht der überörtlichen Sozialhilfeträger

Ausgewählte Ergebnisse zu Arbeit und Beschäftigung 2016

  • Ende 2016 waren bundesweit 307.497 Personen in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen beschäftigt oder besuchten eine Tagesförderstätte, das sind 2.458 Personen bzw. 0,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
  • Im Arbeitsbereich der Werkstätten waren Ende 2016 insgesamt 272.489 Menschen beschäftigt, für die der Sozialhilfeträger Kostenträger ist.
  • In den Tagesförderstätten waren Ende 2016 insgesamt 35.008 Menschen beschäftigt.
  • Das Fallzahlwachstum geht kontinuierlich zurück. Von 2006 bis 2012 stieg die Zahl der Menschen in Werkstätten jährlich um 3 bis 4 Prozent. Seit 2013 liegt dieser Wert unter 2 Prozent und beträgt in 2016 gegenüber dem Vorjahr nur noch 0,6 Prozent. Dem gegenüber wächst 2016 die Zahl der Leistungsberechtigten in Tagesförderstätten noch um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Die Teilzeit-Quote im Arbeitsbereich der Werkstätten betrug in 2016 wie bereits im Vorjahr 11,6 Prozent.
  • Die Gesamtausgaben aller deutschen Sozialhilfeträger für Werkstatt-Leistungen betrugen 2016 insgesamt 4,3 Milliarden Euro (ein Plus von ca. 164 Millionen Euro oder 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Fallkosten lagen bei 15.827 Euro (ein Plus von 504 Euro oder 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
  • Für die Tagesförderstätten wurden im Jahr 2016 rund 808 Millionen Euro ausgegeben (ein Plus von ca. 44 Millionen Euro bzw. 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) hat im Januar 2018 ihren Kennzahlenvergleich für das Berichtsjahr 2016 veröffentlicht.Der Kennzahlenvergleich beschreibt die aktuellen bundesweiten Entwicklungen bei den Leistungen für Menschen mit Behinderungen.

Die Eingliederungshilfe nach dem 6. Kapitel Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) ermöglicht Menschen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit an der Gesellschaft teilzuhaben eingeschränkt sind, eine angemessene Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen, insbesondere auch in den Bereichen Arbeit und Wohnen. Diese beiden Bereiche stehen im Mittelpunkt dieses Kennzahlenvergleichs.