Inhalt

IAB-Kurzberichte

IAB-Kurzbericht 25/2017: Berufliche Rehabilitation zielt auf Prävention und passgenaue Förderung

  • Im Jahr 2015 haben rund 32.500 Personen Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (LTA) im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung bei der BA beantragt. Die Zahl der Anträge ist seit 2010 deutlich gestiegen.
  • Fast die Hälfte der Personen, die 2015 anerkannt wurden, weist eine Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparates auf. Ihre Zahl hat sich seit 2010 stetig erhöht. Die zweitgrößte Gruppe sind Personen mit einer psychischen Behinderung. Ihr Anteil liegt über die Jahre relativ konstant bei knapp einem Drittel der Geförderten.
  • Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie kurzfristige Zuschüsse für technische Arbeitsplatzanpassungen sind die häufigsten LTA. Letztere werden überwiegend an Personen mit Behinderungen des Stütz- und Bewegungsapparates vergeben.
  • Neben Arbeitslosen nehmen immer öfter auch Erwerbstätige LTA in Anspruch. Sie stellen mit 33 Prozent die zweitgrößte Gruppe nach arbeitslosen Personen mit und ohne Leistungsbezug (57 %).
  • Im Anschluss an die berufliche Rehabilitation im Jahr 2014 ist mehr als die Hälfte der Geförderten sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Teil handelt es sich dabei um zuvor bestehende Beschäftigungsverhältnisse, die durch LTA beibehalten werden können.

(veröffentlicht im November 2017)

IAB-Kurzbericht 7/2016: Reha-Verfahren helfen jungen Menschen mit Behinderung beim Berufseinstieg

  • Die berufliche Ersteingliederung junger Menschen mit Behinderung wird in Deutschland fast ausschließlich von der Bundesagentur für Arbeit finanziert.
  • Zwei Fünftel der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden haben eine Lernbehinderung, je ein weiteres Fünftel hat eine psychische oder eine geistige Behinderung. Während der Anteil derjenigen mit einer Lernbehinderung rückläufig ist, hat der Anteil mit einer psychischen Behinderung zugenommen.
  • Das Bildungsniveau der Personen in Ersteingliederung ist im Vergleich zur gleichaltrigen Gesamtbevölkerung niedrig. Fast ein Fünftel hat keinen Schulabschluss.
  • Knapp die Hälfte der Geförderten beginnt im Rahmen des Rehabilitationsverfahrens eine Berufsausbildung, häufig mit einer vorgeschalteten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme.
  • Die meisten Ausbildungen finden in geschützten Ausbildungsstätten statt, ein knappes Drittel der beruflichen Ausbildungen wird vollständig im Betrieb durchgeführt.
  • Etwa ein Jahr nach Ausbildungsabschluss ist die Hälfte der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sozial-versicherungspflichtig beschäftigt. Personen mit betriebsnahen Ausbildungen haben höhere Erwerbsquoten.

(veröffentlicht im April 2016)